Eintracht geht mit gutem Gefühl ins neue Jahr

aus Eintracht Frankfurt

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Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. Archivfoto: dpa

Nur zwei der dreizehn Spiele verloren, zu Hause ungeschlagen: Die Mini-Winterpause kann für Frankfurt kommen. Denn schon im Januar wartet ein hartes Programm auf die Hütter-Elf.

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FRANKFURT. Durch Corona ist vieles anders geworden, auch im Fußball. So fällt die Winterpause im deutschen Fußball, seit Jahrzehnten eine heilige Kuh, diesmal aus. Die Profis haben nur vier, fünf Tage frei, jene, die schon aus dem DFB-Pokal ausgeschieden sind oder deren Spiele verlegt worden sind, noch zwei, drei Tage mehr. Dazu gehört auch die Frankfurter Eintracht, die eigentlich am Mittwoch gegen Bayer Leverkusen hätte spielen sollen. Auf Antrag der „Werkself“ hat der DFB die Partie auf den 12. Januar verschoben. Für Spieler und Trainer der Eintracht war gleich nach dem Spiel Augsburg am späten Samstagnachmittag Urlaub. Viele haben die Gelegenheit genutzt direkt in die Ferien zu fahren, die Österreicher zum Beispiel, darunter auch Trainer Adi Hütter und sein Assistent Christian Peintinger. Andere sind erst nach Frankfurt zurückgekehrt und haben sich dann auf den Weg gemacht.

Mannschaftsarzt Dr. Florian Pfab hatte vorher noch einmal alle aufgeklärt, wie wichtig es sein wird, auch in den Ferien Hygiene-Disziplin zu halten. Die ganz weiten Flugreisen nach Japan oder Brasilien sollten ausfallen. Das erste Mannschaftstraining findet zwar erst am 30. Dezember statt, was aber bedeutet, dass alle wegen der Quarantäne-Vorschriften schon fünf Tage vorher, also am 25. Dezember, wieder in Frankfurt sein müssen. Am 28. und 29. Dezember finden jeweils Corona-Tests statt. Nur wer zweimal negativ getestet wird, darf dann am Training teilnehmen. Der Terminplan ist eng getaktet, das erste Pflichtspiel steht schon am 2. Januar zu Hause gegen Bayer Leverkusen auf dem Programm.

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Der Sieg in Augsburg hat der Eintracht, seinen Spielern, seinen Trainern, den Bossen, aber auch den Fans wieder jene Zuversicht vermittelt, die es ermöglicht, ein ruhiges und entspanntes Weihnachtsfest zu feiern. Platz neun mit siebzehn Punkten ist nicht optimal, aber auch nicht besorgniserregend, die Leistungen waren es sowieso nicht. „Der Sieg in Augsburg und auch schon das Unentschieden gegen Gladbach haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic, „wir gehen mit einem guten Gefühl ins neue Jahr." Bobic war in Augsburg wieder vor Ort, nachdem er die beiden Spiele zuvor in Wolfsburg und gegen Mönchengladbach nur am Fernseher verfolgen konnte. Wegen der Corona-Erkrankung des Vorstandskollegen Oliver Frankenbach hatte er sich in häusliche Quarantäne begeben.

Was der Chef beim 2:0 in Augsburg gesehen hat, hat ihn zufriedengestellt. So attestierte er der Mannschaft und damit dem Trainer, „dass wir eine große Stabilität gezeigt haben im ersten Drittel der Saison." Das ist mit den Zahlen zu belegen: Die Eintracht hat überhaupt nur zwei der dreizehn Spiele verloren, gegen Bayern und Wolfsburg. Und die Eintracht ist zu Hause bislang ungeschlagen. Mit Leipzig, Dortmund und Gladbach waren ja schon drei Topgegner Gäste in der Arena. Größere Sprünge in der Tabelle haben allerdings die vielen Unentschieden (acht) verhindert. Und weil Bobic schon mal beim Loben war, hat er sich und seinen Mitarbeitern auch mal selbst auf die Schulter geklopft. „Die Neuzugänge kommen immer besser in Fahrt", sagte er. Bestes Beispiel dafür war in Augsburg Amin Younes, der solange die Kräfte reichten in Augsburg eine richtig starke Partie ablieferte und unterstrich, dass er mit der nötigen Fitness zu einer echten Verstärkung werden kann. Trainer Hütter hatte Younes Daichi Kamada vorgezogen. Zum einen, weil der Japaner zuletzt nicht wirklich hatte überzeugen können, zum anderen aber auch, „weil Amin Spielpraxis braucht und wir ihn bei den vielen Spielen im neuen Jahr brauchen.“ Alleine im Januar gibt es für die Eintracht inklusive des Pokalspiels in Leverkusen sieben Begegnungen.

Von Peppi Schmitt