Eintracht Frankfurt will wieder eine U23 melden

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Eintracht-Frankfurt-Sportvorstand Fredi Bobic. Foto: dpa

Im April 2014 hat Eintracht Frankfurt seine U23-Mannschaft abgemeldet. Diese Entscheidung war damals aus sportlichen und wirtschaftlichen Gründen gefallen. Nun bahnt sich ein...

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FRANKFURT. Die Frankfurter Eintracht möchte wieder eine zweite Mannschaft für den Spielbetrieb melden, nachdem sie die U23 nach dem Ende der Saison 2013/14 freiwillig aus der Regionalliga Südwest abgemeldet hatte. Nach Informationen dieser Zeitung wollen die Frankfurter beim Hessischen Fußball-Verband (HFV) einen Antrag stellen, mit einer U23 in der nächsten Saison in der Hessenliga zu spielen und auch ein sportliches Aufstiegsrecht für die Regionalliga zu erwirken. Verabschiedet aus der Regionalliga hatte sich die Eintracht am 24. Mai 2013 mit dem zwölften Tabellenplatz und einem 4:0 in Koblenz, danach war für die für Trainer Alexander Schur trainierte Mannschaft Schluss. Nun also soll es nach dem Willen der sportlich Verantwortlichen um Sportvorstand Fredi Bobic zu einem Comeback kommen.

Am 6. April 2014 hatte die Eintracht offiziell die U23 abgemeldet. Die Entscheidung sei nach „reiflicher Überlegung und Abwägung aller Interessen einstimmig durch die Vereinsgremien“ getroffen worden, teilte der Klub damals mit. Dies war erst möglich geworden, weil die Deutsche Fußball-Liga (DFL) eine zweite Mannschaft nicht mehr als Lizensierungsgrundlage für die Bundesligazugehörigkeit verlangt hatte. Wie die Eintracht hatten auch andere Klubs von der neu geschaffenen Option Gebrauch gemacht, unter anderem Bayer Leverkusen und Leipzig. Viele andere aber spielen weiter in der Regionalliga (VfL Wolfsburg in Norden, Hertha BSC im Nordosten, der 1.FC Köln, Borussia Mönchengladbach, Schalke 04, Borussia Dortmund und Fortuna Düsseldorf im Westen, Mainz 05 und der SC Freiburg im Südwesten und der FC Augsburg in Bayern). Bayern München spielt mit der U23 sogar in der 3.Liga.

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Die Entscheidung von vor sechs Jahren, herbeigeführt unter anderen von damaligen Vorstandschef Heribert Bruchhagen, Manager Bruno Hübner, Präsident Peter Fischer und dem damaligen Nachwuchs-Chef Armin Kraaz, war aus sportlichen und wirtschaftlichen Gründen getroffen worden. Zum einen herrschte die Meinung vor, dass die Regionalliga kein wirkliches Sprungbrett für Nachwuchsspieler sei, zum anderen ging es darum rund 700.000 Euro einzusparen. Wegen der Auflagen des DFB hatte die Eintracht ihre Heimspiele mit einigem finanziellen Aufwand am Bornheimer Hang beim Nachbarn FSV organisieren müssen.

Nun gibt es ein Umdenken und die Eintracht will die aus ihrer Sicht falsche Entscheidung von damals korrigieren. Gerade der Technische Direktor Marco Pezzaiouli sieht durchaus die Notwendigkeit einer U23 als Bindeglied zwischen der U19 und der Profiabteilung. Nun also will die Eintracht den Weg zurückfinden. Der Vorstand des HFV wird, wenn der offizielle Antrag eingegangen ist, darüber befinden, ob die Statuten die Möglichkeit eröffnen, die Eintracht zunächst in der Hessenliga einzureihen. Die Frankfurter wären dann im Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga unter anderem in Konkurrenz zu Hessen Kassel oder dem Nachbarn SC Hessen Dreieich stehen.

Von Peppi Schmitt