Eintracht Frankfurt: Viel Lob von Niko Kovac nach Erfolg in...

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Nach dem 2:1-Sieg gegen Hannover und dem Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals, ist Eintracht-Trainer Niko Kovac voll des Lobes für seine Mannschaft. Einige Spieler...

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FRANKFURT. Niko Kovac lächelte verschmitzt. „Das gehört eben auch zur Planung“, meinte der Trainer der Frankfurter Eintracht. Und sprach die fünfte Minute der Nachspielzeit im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Hannover 96 an. Als Eintracht-Torwart Lukas Hradecky den Elfmeter von Salif Sané parierte, den hessischen Bundesliga-Fußballern damit den 2:1-Sieg rettete. Und als Held von Hannover gefeiert wurde.

Glück? Zufall? Nicht ganz. „Wir hatten uns einen ausgeguckt“, verriet Kovac, „und Gott sei dank hat der auch geschossen.“ Eigentlich wollte 96-Stürmer Niclas Füllkrug antreten, doch Sané schnappte sich den Ball kurzfristig. Was Hradecky nach intensivem Video-Studium freute: „Er hat in der ersten Runde gegen Offenbach in der Verlängerung in die gleiche Ecke gezielt.“

Gerade Hradecky tat der Abend in Hannover richtig gut. „Ich hatte Leipzig schon noch im Kopf“, erklärte der Finne. Im Januar hatte der 27-Jährige nach einem Blackout im Ligaspiel die Rote Karte gesehen. „Ich bin sehr froh, dass ich jetzt was zurückzahlen konnte.“ Dabei war es nicht das erste Mal, dass Hradecky als „Killer“ auf der Linie glänzte: In den Pokal-Duellen gegen Magdeburg und Ingolstadt kam die Eintracht nach Elfmeterschießen weiter, und auch in der Liga trafen erst drei von sieben Schützen gegen den Finnen. In Hannover musste die SGE nur die „Diät-Variante des Elfmeterschießens“, so Trainer Niko Kovac, über sich ergehen lassen. Der Kroate war letztlich zufrieden mit dem Auftritt seiner Auswahl. „Einzig die Präzision bei den Abschlüssen hat gefehlt“, monierte Kovac.

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Kovac dürfte wieder auf gewohnte Formation setzen

Umso mehr freute sich der 45-Jährige, dass „einige Spieler aus der zweiten Reihe überzeugt haben“. Zum Beispiel Taleb Tawatha. Der Israeli hat „ein schweres erstes Halbjahr“ hinter sich, wie er selbst zugab. „Er hatte nicht so viele Einsätze, hat sich selbst schon Gedanken gemacht“, erklärte Sportdirektor Bruno Hübner. Das Tor in Hannover „wird ihm nun einen Motivationsschub geben. Er entwickelt sich richtig gut“, so Hübner. Kovac ist überzeugt, „dass Taleb noch viel mehr drauf hat“.

Nächstes Beispiel: Haris Seferovic, der zum 2:1 traf. „Er hat ein klasse Spiel geboten“, lobte Hübner. „Man merkt, dass er nicht mehr so viel mit sich hadert.“ Kovac glaubt: „Haris ist gelassener und lockerer geworden.“ Was daran liegen könnte, dass der Schweizer schon woanders, mutmaßlich bei Benfica Lissabon, für die nächste Runde unterschrieben hat. Seferovic: „Ich weiß nicht, ob ich bleibe oder gehe.“ Hübner rechnet mit einem Abgang. Und auch Max Besuschkow hinterließ bei seinem Startelf-Debüt einen ordentlichen Eindruck. Der 19-Jährige fand den Abend „fantastisch“.

Am Samstag in Leverkusen dürfte Kovac wieder auf seine gewohnte Formation setzen. Es sei denn, David Abraham fällt aus. Der Innenverteidiger musste in Hannover mit Oberschenkelproblemen in der Pause raus. Die Diagnose am Donnerstag: eine leichte Zerrung. „Es ist nichts Dramatisches, aber hinter seinem Einsatz am Samstag steht ein großes Fragezeichen“, so Hübner. Abrahams Nebenmann Jesus Vallejo, der im Pokal geschont wurde, soll einsatzfähig sein. „Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme“, versicherte Hübner. Unterdessen besteht Hoffnung, dass Marco Fabian schneller als gedacht zurückkehrt. Der Mexikaner weilt noch bis Sonntag bei einem Rückenspezialisten in Madrid. „Es geht ihm schon deutlich besser. Die Kombination aus den Spritzen, die er hier bekommen hat, und denen, die er dort erhält, wirkt anscheinend sehr gut“, berichtete Hübner. „Vielleicht kann er ab Montag mit den Athletiktrainern arbeiten.“

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„Große Freude“ über Halbfinal-Los Bielefeld

Erst um drei Uhr in der Nacht kam der Eintracht-Tross aus Niedersachsen zurück, am Donnerstag wurde um 17 Uhr nur locker trainiert. „Regneration ist jetzt extrem wichtig. Unser erwartet ein schweres Match“, betonte Kovac. Zumal Leverkusen die ganze Woche „frei“ hatte. Der Eintracht winken derweil noch weitere „Englische Wochen“. Kovac sagte zwar, dass man das Halbfinal-Los Armina Bielefeld (28. Februar, 18.30 Uhr) „nicht zu leicht nehme“, bei Hübner aber war die „Freude“ über das Heimspiel gegen den Zweitligisten „groß“.