Doppelpack von Muto: Mainz 05 siegt im DFB-Pokal gegen den...

aus Mainz 05

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Der Mainzer Yoshinori Muto (3.v.l.) bejubelt seinen Treffer zum 0:1 mit seinen Mannschaftskameraden (v.l.) Fabian Frei, Alexandru Maxim, Danny Latza (verdeckt), Giulio Donati, Pablo De Blasis, Viktor Fischer und Stefan Bell. Foto: dpa

Mit einer bis auf die Chancenverwertung sehr guten Vorstellung ist der FSV Mainz 05 in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Fußball-Bundesligist setzte sich beim...

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MAINZ. Mit einer bis auf die Chancenverwertung sehr guten Vorstellung ist der FSV Mainz 05 in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Fußball-Bundesligist setzte sich beim Nord-Regionalligisten Lüneburger SK Hansa 3:1 (2:1) durch. Vor 4000 Zuschauern gelang dem herausragenden Yoshinori Muto ein Doppelpack für die 05er (14./60.). Dazu holte der Japaner noch einen Foulelfmeter heraus, den Daniel Brosinski verwandelte (45.). Felix Vobejda erzielte für die Norddeutschen den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 (31.).

Trainer Sandro Schwarz schickte mit René Adler, Abdou Diallo, Viktor Fischer und Alexandru Maxim vier Zugänge von Beginn an aufs Feld. Im defensiven Mittelfeld erhielt Fabian Frei den Vorzug vor Suat Serdar, auf dem Flügel Pablo de Blasis vor Karim Onisiwo und im Sturm Yoshinori Muto vor Kenan Kodro. Jairo Samperio fehlte im 18er-Kader ganz – was einen baldigen Abschied des Spaniers wahrscheinlicher macht.

Durchgehende Dominanz

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Die Mainzer dominierten die Partie von Beginn an und spielten sich immer wieder mit guten Kombinationen durch die Reihen der Lüneburger, bei denen Torhüter Ole Springer allerdings einen Top-Tag erwischt hatte. So hielt er glänzend bei einem Diallo-Kopfball im Anschluss an eine Ecke (11.), beim versehentlichen Kopfball eines Mitspielers aufs eigene Gehäuse (28.) und bei zwei gefährlichen Schüssen von de Blasis (19./36.). Machtlos war er nur nach einer Top-Kombination über Fischer und Maxim, die Muto mit einem Kopfball aus Nahdistanz zum 1:0 vollendete (14.).

Auch in der Abwehr standen die 05er sicher – und kassierten dennoch den Ausgleichstreffer. Ein Schuss von Felix Vobejda flog, abgefälscht von Diallo, in hohem Bogen in den Winkel. 05-Keeper René Adler war machtlos (31.). Der Torhüter musste im Stammgebiet seines ehemaligen Klubs Hamburger SV ansonsten kaum einmal eingreifen – außer bei Rückpässen seiner Mitspieler, die ihm auf dem glitschigen Rasen ab und an Probleme bereiteten.

Brosinski verwandelt Strafstoß

So stand es plötzlich nur noch 1:1. Doch wenige Sekunde vor der Pause spielten sich die Mainzer einmal mehr durch die Gegner. Muto kam im Strafraum im Zweikampf mit Stefan Wolk zu Fall, und Schiedsrichter Sven Jablonski entschied auf Strafstoß, den Brosinski sicher verwandelte (45.).

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In die zweite Halbzeit gingen die Lüneburger etwas aggressiver, weshalb der Favorit bis zu seiner ersten Möglichkeit rund zehn Minuten brauchte. Die dritte Chance innerhalb weniger Sekunden verwertete dann aber Muto mit einem Drehschuss – und das Spiel war entschieden. Was einige der 800 Mainzer Fans zum Anlass nahmen, ein drittes Mal im Spiel Pyros zu zünden.

Dass die Partie an diesem Samstag überhaupt stattfinden konnte, war 24 Stunden vor Anpfiff noch fraglich. Dauerregen hatte dem Rasen in Lüneburg arg zugesetzt und es drohte eine Verlegung auf Sonntag. Am Samstag blieb es dann aber vormittags trocken, so dass sich der Rasen ausreichend von den Wassermassen erholen konnte. Kurz vor dem Anpfiff setzt dann aber wieder ein starker Regenguss ein. Dies war für den LSK aber der einzige Makel. Ansonsten hatte der Verein enorm viel investiert und Zusatztribünen aufgebaut, um das Pokalspiel auf dem Sülzwiesen-Sportplatz in der eigenen Stadt austragen zu können. So wurde es für den Verein ein echter Festtag. Nur der Gegner war an diesem Tag einfach zu stark.