Die Eintracht und der Traum von Luka Jovics Rückkehr

aus Eintracht Frankfurt

Thema folgen
Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter. Foto: dpa

Am Samstag geht es nach nur kurzer Pause weiter für Eintracht Frankfurt gegen Leverkusen. Trainer Hütter lobt sein Team, doch der Abgang von Bas Dost hat eine Lücke hinterlassen.

Anzeige

FRANKFURT. Das gab’s noch nie in der jüngeren Geschichte der Frankfurter Eintracht: Training an Silvester und Neujahr und nur drei Tage Vorbereitung auf den Start ins neue Jahr. Doch bei Corona ist alles anders. Der Virus beeinflusst auch Spielpläne und sieht für die Eintracht am Samstag (15.30 Uhr) das ausgesprochen schwere Heimspiel gegen Bayer Leverkusen vor. Von einer Winterpause könne „bei den paar Tagen frei“ sowieso keine Rede sein, sagt der Frankfurter Trainer. „Es war weniger eine Pause, als vielmehr eine Unterbrechung“, sagt Adi Hütter, „natürlich ist das außergewöhnlich, aber das gilt für das gesamte Jahr.“ Dazu gehörten auch die ungewöhnlichen Trainingstermine: „Auf dem Platz denken die Spieler nicht dran, welcher Tag heute ist, sondern einzig an die Arbeit“.

Abgang von Bas Dost ein großer Verlust

Der Frankfurter Trainer musste in den letzten Tagen des alten Jahres allerdings auch über personelle Entscheidungen nachdenken. Der Abgang von Bas Dost zum FC Brügge hatte ihn auf dem falschen Fuß erwischt. „Die Nachricht kam sicher überraschend als Fredi Bobic angerufen hat“, gestand der 50 Jahre alte österreichische Fußball-Lehrer, „aber letztlich war das Gesamtpaket ausschlaggebend.“ Sportlich sei der Weggang von Dost ein großer Verlust, der unbedingt mit einem neuen Stürmer aufgefangen werden müsse. Chefscout Ben Manga habe bereits eine Liste mit sieben, acht Spielern vorgelegt.

Anzeige

Hütter: „Jeder ist auf seine Art interessant, aber es muss halt alles zusammenpassen.“ Gesucht wird, so Hütter, ein Spieler „der einen gewissen Speed und Präsenz hat und uns sofort weiterhelfen kann.“ In dieses Muster würde natürlich auch der ehemalige Frankfurter Torjäger Luka Jovic passen, der bei Real Madrid auf dem Abstellgleis gelandet ist. „Bei ihm liegt es auf der Hand, dass er bei uns gehandelt wird", sagte Hütter, „Luka hätte sicher nichts dagegen, wenn er wieder in Frankfurt spielen könnte, aber ob das zu stemmen ist, da muss man andere fragen.“ Die Antwort wird in den nächsten Tagen der Sportvorstand liefern.

Weitere Kandidaten u.a.: Joshua Zirkzee (19/ Bayern München), Cenk Tosun (29/ FC Everton), Sam Lammers (23/ Atalanta Bergamo), Divock Origi (27/ FC Liverpool) und Myziane Maolida (21/ OGC Nizza).

"Der Zustand der Mannschaft ist hervorragend"

Gegen Leverkusen wird die Eintracht noch ohne Neuzugang auskommen müssen. Kapitän David Abraham wird nach Gelbsperre für Tuta in die Abwehr zurückkehren, Mittelfeldspieler Sebastian Rode wird wegen einer Gelbsperre fehlen. Er wird von Stefan Ilsanker ersetzt, auch wenn der Eintracht-Trainer öffentlich auch mit einem weiteren offensiven Mittelfeldspieler als Rode-Ersatz liebäugelt. „Aber das würde ein höheres Risiko bedeuteten“, sagt er, „wir haben beides trainiert, entscheiden werde ich mich nach dem Abschlusstraining.“

Hütter glaubt seine Mannschaft ausgesprochen gut vorbereitet auf das erste Spiel. „Der Zustand der Mannschaft ist hervorragend“, sagte er, „die Jungs haben einen der besten Laktattests absolviert, seit ich hier bin.“ Auch der Ausblick auf die nächsten Monate ist positiv. „Verglichen mit dem Vorjahr haben wir nach 13 Spielen 17 Punkte, zum Vorjahreszeitpunkt waren es 18 Punkte aus 17 Spielen, wir stehen also ganz gut da“, sagt Hütter, „wenn alle fit bleiben, wir einen guten Transfer tätigen und die Mannschaft ihre Möglichkeiten ausschöpft, können wir eine gute Rückrunde spielen.“

Anzeige

Eintracht: Trapp – Abraham, Hasebe, Hinteregger – Durm, Ilsanker, Sow – Barkok, Younes, Kostic – Silva.- Bank: Schubert, Tuta, Ndicka, Da Costa, Chandler, Hrustic, Zuber, Kohr, Kamada.

Von Peppi Schmitt