Den Stürmern von Eintracht Frankfurt ist die Leichtigkeit...

aus Eintracht Frankfurt

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Die Frankfurter Danny Blum, Aymen Barkok, Torwart Lukas Hradecky, Shani Tarashaj, Alexander Meier enttäuscht nach der Niederlage gegen Freiburg. Foto:: dpa

Bei Eintracht Frankfurt läuft es nicht rund. Hauptgrund für die Negativserie mit fünf Niederlagen in Folge und dem letzten Platz der Rückrundentabelle gemeinsam mit...

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FRANKFURT. Über die miesen Statistiken der Frankfurter Eintracht im neuen Jahr wurde in den letzten Tagen viel geschrieben. Hauptgrund für die Negativserie mit fünf Niederlagen in Folge und dem letzten Platz der Rückrundentabelle gemeinsam mit Darmstadt 98 sind die ausbleibenden Torerfolge. Gerade mal vier Treffer hat die Eintracht erzielt in den ersten sieben Spielen, nimmt man das letzte Vorrundenspiel in Leipzig noch hinzu, das ja auch schon in diesem Jahr ausgetragen wurde, sind es sogar nur vier Tore in acht Spielen. Insgesamt haben die Frankfurter nur 25 Prozent aller Chancen genutzt. Eine allgemeingültige Erklärung dafür hat Trainer Niko Kovac noch nicht gefunden. „Ich denke, wir schalten manchmal zu früh ab“, sagt er, „vielleicht fehlt die letzte Konzentration.“

Wegen der fehlenden Klarheit beim Torschuss ist die Eintracht drauf und dran sich um die Früchte der so erfolgreichen Vorrunde zu bringen. Nach einem erneuten Videostudium aller Begegnungen aus diesem Jahr ist der Eintracht-Trainer zu einer klaren Erkenntnis gekommen.

„Wir hatten in all den verlorenen Spielen unsere Torgelegenheiten“, sagt er, „es waren klare Chancen, die zu Toren hätten führen müssen.“ Es sind nahezu alle Angreifer von der „Torschusspanik“ betroffen, wie der „Kicker“ es formuliert hat. Seinen Stürmern würden zu viele Gedanken auf einmal durch den Kopf schießen, vermutet der Trainer. „Schieße ich flach oder hoch, gehe ich am Torwart vorbei oder nicht“, sagt Kovac, „in einem Bruchteil von Sekunden läuft das alles im Kopf ab.“ Und führe offenbar dazu, dass zu oft falsche Entscheidungen getroffen werden.

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„Wir müssen fokussiert sein, bis der Ball wirklich drin ist“

Und wie bei den vergebenen Elfmetern von Makoto Hasebe und Alex Meier ärgert sich Kovac darüber, „dass wir den Ball schon im Tor sehen, bevor er im Tor ist“. Der Rat und die Forderung an seine Spieler: „Wir müssen fokussiert sein, bis der Ball wirklich drin ist.“

Die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit ist den Frankfurter Stürmern verloren gegangen. Das könnte vielleicht auch daran liegen, dass die Eintracht bis heute keine wirklich eingespielte Sturmformation gefunden hat. In der Spitze wechseln sich Meier, Branimir Hrgota und Haris Seferovic ab. Mal durch gewollte Rotation, mal durch ungewollte Wechsel wegen Verletzungen oder Sperren.

Aber keiner trifft mehr zuverlässig. Auch, weil den Stürmern mehr Laufarbeit abverlangt wird als in den letzten Jahren. Dies sei Teil des modernen Spiels, versichert der Eintracht-Trainer, „alle müssen läuferisch mitmachen, sonst geht es nicht“. Dieser Ansatz hat in der Vorrunde Früchte getragen. Doch im neuen Jahr klappt es nicht mehr.

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Von Peppi Schmitt