Größere Entschlossenheit gefragt

Bingens Dennis Esmaieli kehrt ins Hassia-Team zurück und würde gegen Fußgönheim gerne wieder mal ein Tor bejubeln. © Archivfoto: Schlitz

Fußball-Verbandsligist Hassia Bingen empfängt Fußgönheim zum Kellerduell.

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BINGEN. Im dritten Heimspiel nacheinander und zugleich im letzten des Fußballjahres 2022 erwartet Verbandsligist Hassia Bingen am Sonntag (Anpfiff 14.30 Uhr) den ASV Fußgönheim. Dabei geht es für beide Vereine im Kampf um den Klassenverbleib in der Verbandsliga um sehr vieles. Der Blick in die Statistik warnt die Binger: Selbst im Aufstiegsjahr 2017/18 gab es gegen den ASV zwei Pleiten, in Fußgönheim ein 1:3, am Hessenhaus ein 1:2. Erste Parallele: Im September 2022 unterlagen die Binger 1:3. Ein Omen?

Trainerwechsel beim Gegner

Der Blick auf die Tabelle zeigt, wie notwendig beide einen Dreier brauchen alles. Mindestens fünf Mannschaften steigen im kommenden Mai ab, die Hassia ist derzeit Fünftletzter (18 Punkte), noch zwei Plätze schlechter (13) rangiert der ASV, der in dieser Woche erneut den Trainer gewechselt hat. Sportlehrer Andy Persohn hat das Amt von Philipp Stiller übernommen. Hassia-Coach Thomas Klöckner weiß um die kritische Situation der Pfälzer, für die es fast schon um den letzten Strohhalm geht, und erwartet einen „aggressiven und kampfstarken Gegner, der alles in die Waagschale wirft und uns alle abverlangt.“

So unbefriedigend das Ergebnis der Hassia (2:2) am vergangenen Sonntag gegen den FK Pirmasens II war, als in letzter Sekunde zwei Punkte liegen geblieben waren, so positiv war über lange Strecken der Auftritt. „Gegen den rollenden Ball haben wir es defensiv wirklich gut gemacht, gegen den ruhenden aber wahnsinnig schlecht“, hat Thomas Klöckner zusammen mit Bruder Christian analysiert. Die Folge waren die beiden Gegentore – jeweils nach Ecken. Hier ist größere Entschlossenheit gefragt. „Wir dürfen nicht so viele Freistöße und Eckbälle zulassen wie zuletzt. Das ist so wichtig wie das Verteidigen danach“, sagt Thomas Klöckner.

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Was gegen den FKP besser klappte als in den Begegnungen zuvor, waren die Läufe in die Tiefe, verbunden mit schnellen Abschlüssen. Auch hier müsse gegen Fußgönheim noch eine Schippe draufgelegt werden, fordert Klöckner, der in der Offensive wieder auf Dennis Esmaieli zurückgreifen kann. Für Hinspiel-Torschütze Dogukan Tüysüz (Muskelfaserriss), Gianni Auletta („Sehnenanriss) und Malik Schäfer (Muskelverletzung) ist das Fußballjahr dagegen vorzeitig beendet. Ausreden gelten nicht. „Wir können gute Qualität auf den Platz schicken“, sagt der Trainer. Über den Spielort entscheidet die Stadt. Die Hassia würde gerne im Stadion antreten. Das allerdings ist noch gesperrt. Alternative ist der Kunstrasen jenseits der Rundsporthalle.