Erwachsene Alemannen

Sorgte in Karbach für den Waldalgesheimer Siegtreffer: Alemannia-Kapitän Can Özer (vorn). Foto: Mario Luge

Fußball-Oberligist Waldalgesheim feiert in Karbach einen 2:1-Erfolg.

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KARBACH. Kurze Dienstreise mit maximalem Ertrag. Der Ausflug ins nur 35 Kilometer entfernte Karbach hat sich für die Oberliga-Fußballer des SV Alemannia Waldalgesheims gelohnt. Am Ende feierte das Team von Alemannia-Coach Aydin Ay beim FC Blau-Weiß vor 350 Zuschauern einen insgesamt verdienten 2:1 (2:1)-Erfolg. „Zwei Spieltage, vier Punkte, alles gut“, zeigte sich der 38-Jährige aufgrund der Auftaktbilanz bester Dinge.

Mit dem Spiel selbst konnte der Polizeibeamte ebenfalls zufrieden sein. Erneut passte auch ohne den beruflich verhinderten Nico Siegert die defensive Grundordnung in seinem Team. Das galt allerdings auch für den Gegner. Und so spielte sich das Geschehen weitestgehend zwischen den Strafräumen ab. In solchen Spielen bedarf es dann öfters mal eines Standards, um die Dose zu öffnen. Und da waren die Alemannen nach einer halben Stunde zur Stelle. Einen Freistoß von Lukas Manneck aus dem rechten Halbfeld verwertete Innenverteidiger Fabrizio Haas per Kopf aus zehn Metern zur Gästeführung.

Die Platzherren ließen sich davon allerdings nicht groß beeindrucken. Nach einer Flanke von rechts setzte sich FC-Torjäger Max Wilschrey im Strafraum durch und ließ SVA-Keeper Pasquale Patria keine Chance (43.). Über den Ausgleich konnten die Waldalgesheimer allerdings nur müde lächeln, denn sie schlugen kurz darauf sofort zurück. Nik Rosenbaum eroberte die Kugel, bediente Vincenzo Bilotta und der überlupfte die Karbacher Abwehr. Alemannia-Kapitän Can Özer stand am Ende der Nahrungskette und schlenze die Kugel zum 2:1 ins Netz (45.+1).

Im zweiten Spielabschnitt bauten die Gasgeber Druck auf, hatten auch zwei Chancen, doch mehr sprang für die Karbacher nicht heraus. „Die Jungs haben erwachsen gespielt, seriös und mit viel Selbstvertrauen verteidigt“, lobte Aydin Ay das Defensiv-Verhalten seiner Mannschaft, die es ihrerseits verpasste, die Begegnung vorzeitig zu entscheiden.

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Serdar Günes köpft an den Innenpfosten

So parierte der FC-Keeper einen Freistoß von Can Özer glänzend. Beim Kopfball von Serdar Günes wäre er allerdings machtlos gewesen, doch die Kugel sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. „Dann wäre der Deckel früher drauf gewesen“, befand Aydin Ay, der kurz vor der Pause nach einem verbalen Scharmützel mit der gegnerischen Bank auf Anweisung des Schiedsrichters den Innenraum hatte verlassen müssen. Dem Spiel seiner Mannschaft tat dies aber keinen Abbruch. Viel Zeit, sich auszuruhen, haben die Waldalgesheimer nicht. Schon am kommenden Mittwoch geht es in der Oberliga weiter. Gegner an der Waldstraße ist dann um 19.30 Uhr der FSV Salmrohr.

SV Alemannia Waldalgesheim: Patria – Manneck (83. Widera), K. Gänz, Günes, F. Haas, P. Gänz – Rosenbaum, Schmitt (73. Gräff) – Wimmer (88. Teodonno), Bilotta (73. Pauer) – Özer.