Alemannia mit Optionen nach Karbach

Premieren-Treffer: Alemanne Elias Pfenning (rechts), hier im Testspiel gegen Bingen, erzielte gegen Eisbachtal sein erstes Pflichtspiel-Tor für Waldalgesheim. So kann es weitergehen. Archivfoto: Edgar Daudistel

Oberligist Waldalgesheim hat in der Abwehr inzwischen die Qual der Wahl.

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WALDALGESHEIM. Nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Freitag gegen Eisbachtal war die Stimmung beim Fußball-Oberligisten SV Alemannia Waldalgesheim bestens. Auf der Kerb feierten Teile der Mannschaft und des Staffs das Erfolgserlebnis, um sich unter der Woche der nächsten Aufgabe zuzuwenden. Und die heißt am Samstag (15.30 Uhr) FC BW Karbach. Alemannia-Chefcoach Marcel Fennel sieht die Gastgeber in einer vergleichbaren Situation wie sein Team vor dem Spiel gegen Eisbachtal.

„Die wollen mit Sicherheit ihren ersten Saisonsieg feiern“, mahnt der 37-Jährige. Bislang hat der FC in fünf Spielen dreimal remis gespielt. Und dennoch hält Fennel eine ganze Menge vom Karbacher Kader: „Der hat das Potenzial, unter die ersten Fünf zu kommen.“ Allerdings habe, so der Alemannia-Coach, BW-Trainer Maximilian Junk das Problem gehabt, kaum mal mit derselben Mannschaft auflaufen zu können.

Trotzdem erwartet der Waldalgesheimer Ex-Kapitän „ein extrem schwieriges Spiel“, gegen eine technisch und taktisch starke Mannschaft. Ein besonderes Augenmerk werden die Gäste dabei auf Max Wilschrey legen, einem der besten Stürmer in der Oberliga. In der vergangenen Saison hatte der Angreifer 16-mal in der Liga genetzt und acht Treffer aufgelegt. Gut das Marcel Fennel bei der Besetzung seiner Abwehr inzwischen die Qual der Wahl hat. Nun ist auch Sebsatian Platten aus dem Urlaub zurück. Der oberliga-erfahrene Neuzugang von Hassia Bingen ist natürlich ein Kandidat für die Startelf. Fehlen wird wohl Niklas Brach. Der junge Abwehrspieler war in einer Partie der Waldalgesheimer Reserve auf den Kopf gefallen. Eine Untersuchung gab Entwarnung, doch Marcel Fennel möchte da lieber „Vorsicht walten lassen“. Neben den Langzeitverletzten muss Vincenzo Bilotta erneut passen. Während beim Tempodribbler der Zeitpunkt einer Rückkehr unklar ist, könnte Nik Rosenbaum schon bald wieder mitmischen.

Auf jeden Fall ist die schlimmste Verletztenmisere bei der Alemannia erst einmal vorbei. „Wir haben wieder Optionen“, freut sich Marcel Fennel, der seine Jungs für ihr Engagement im Training und – sieht man mal vom 0:7 beim TSV Schott ab – auch in den Spielen lobt. Zudem erhöhe jeder Spieler, der von der Verletztenliste gestrichen werden kann, die Qualität im Training. „Wir sind da auf einem guten Weg“, findet der Trainer.

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Um auch am Samstag auf einen guten Weg zu kommen, brauchen die Waldalgesheimer in der Arbeit gegen den Ball die gleiche Leidenschaft und den gleichen Willen wie am vergangenen Freitag gegen Eisbachtal. Zudem hofft Marcel Fennel, dass der Erfolg gegen die Sportfreunde das Selbstbewusstsein gestärkt hat, um sich auch fußballerisch zu verbessern. Der Alemannia-Coach geht jedenfalls davon aus, dass im Spiel gegen Karbach „Kleinigkeiten entscheiden werden“.