SG Hüffelsheim spielt gegen Rodenbach um den Staffelsieg

Den Rücken stärkt Hüffelsheims Spielertrainer Enes Sovtic seinen Jungs um Tim Krafft. Rechts: Kapitän Johannes Balzer. Foto: Luge

Es ist der Gipfel eines Zweikampfs, der sich durch die Nord-Staffel der Landesliga West zog. Für das Sovtic-Team geht es auch um eine gute Ausgangsposition für die Aufstiegsrunde.

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HÜFFELSHEIM. Früh in der Landesliga-Saison hatte sich in der Nord-Staffel des Westens ein Zweikampf um die Tabellenspitze herauskristallisiert. Auf dem Weg in die Aufstiegsrunde führte in den dann folgenden 15 Spieltagen kein Weg vorbei an der SG Hüffelsheim und dem SV Rodenbach. Jenen Mannschaften, die an diesem Sonntag (14.45 Uhr) im direkten Duell aufeinander treffen und so ein vorgezogenes Saisonfinale bestreiten. „Genauso ein Endspiel haben wir uns gewünscht“, spricht Hüffelsheims Trainer Enes Sovtic von einer enorm großen Vorfreude: „Deswegen sind wir alle Fußballer, um genau solche Spiele zu haben. Mehr geht nicht.“

Fast genauso groß wie die Vorfreude ist aber auch der Respekt vor einem „sehr guten Gegner“, so Sovtic: „Sie haben eine Mega-Truppe. Offensiv und Defensiv das Beste, was die Liga zu bieten hat“, sagt der Trainer und hält fest: „Für uns das perfekte Spiel, um zu sehen wie weit wir sind.“ Fast die gesamte Saison marschierten die Rodenbacher als Aufstiegsfavorit vorne weg, immer dicht gefolgt von einer stark aufspielenden, jungen SGH. Am vergangenen Wochenende dann der erhoffte Ausrutscher der Pfälzer, die gegen Steinbach nicht über ein 1:1 hinauskamen. Die Hüffelsheimer gewannen ihr Derby in Schmittweiler (4:2) und übernahmen pünktlich zu ihrem letzten Pflichtspiel in der Hauptrunde die Tabellenspitze.

Spielerisch, das bewiesen die Spieler der SGH im Hinspiel, bewegt man sich mit Rodenbach auf Augenhöhe. „Wir haben es damals einfach verpasst, unsere Chancen zu nutzen“, erinnert sich Sovtic an ein sehr lehrreiches 0:3. „Vor dem Tor sind sie klar die Nummer eins und ein Stück weiter als wir, weil sie einfach gnadenlos sind“, sagt der 36-Jährige, der gleichermaßen betont, dass man sich nicht verstecken müsse: „Ich glaube an meine Jungs.“

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Neben dem Rot gesperrten Joshua Iten wird auch Jonas Müller (beruflich verhindert) fehlen. „Wir werden versuchen, unser Spiel aufzuziehen und sollten kein frühes Gegentor kassieren“, gibt der Spielertrainer den Kurs vor. Dass auch seine Mannschaft in der Lage dazu gewesen wäre, bis zu diesem Zeitpunkt 50 oder mehr Tore zu schießen, liege auf der Hand. „Chancen hatten wir genug.“ Und warum nicht gerade im Spitzenspiel? „Das wird schon nochmal alle pushen“, wäre Enes Sovtic freilich auch dann zufrieden, wenn man das Gipfeltreffen kurz vor Schluss knapp mit 1:0 für sich entscheiden würde.

Dass das Topspiel unentschieden enden könnte, dagegen spricht nicht nur die Offensivstärke beider Mannschaften, sondern auch die Tatsache, dass die Hüffelsheimer in dieser Spielzeit noch nicht einmal die Punkte teilten. Alles oder nichts heißt es Woche für Woche, so auch zum Saisonfinale.