SG Gutenberg unterliegt gegen Gräfenbachtal

Angestrengt kämpfen Tim Schön von der SG Gutenberg/Waldlaubersheim (graues Trikot) und Gräfenbachtals Markus Lehnert um den Ball. Foto: Heidi Sturm

Auch wenn die Glocken läuten zur Aufholjagd, am Ende reicht es im A-Klassen-Kellerduell nur zum 2:4

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WALDLAUBERSHEIM. Trainer Marco Enkler vom A-Klassen-Team SG Gutenberg/Waldlaubersheim sollte vielleicht einmal mit dem Pfarrer reden, ob man das Kirchengeläute auf die Fußballspiele abstimmen kann. Es scheint seine Fußballer zu beflügeln: Kaum erklangen die Glocken von der Autobahnkirche herüber, verkürzten die Lokalmatadoren im Abstiegsduell gegen die punktgleiche SG Gräfenbachtal in Unterzahl zum 1:3 und kurz darauf immer noch mit Glockenbegleitung zum 2:4.

Zuvor hatte man etliche Chancen liegen gelassen, die Tore in der letzten Viertelstunde kamen indes zu spät, um das Spiel noch zu drehen. So verloren die Kombinierten nach der Niederlage in Gutenberg auch noch ihr zweites Kerbespiel, das auch noch ein Sechs-Punkte-Spiel im Tabellenkeller war.

Weil auch noch die punktgleichen Spabrücker einen Zähler holten, steht jetzt Gutenberg/Waldlaubersheim alleine mit nur vier Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. „Unsere Fehlerquote ist einfach zu hoch“, haderte Enkler schon mit dem frühen Rückstand durch Steffen Tonn (11.) in der verschlafenen ersten halben Stunde. „Das war ein echtes Geschenk“.

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In der zweiten Hälfte sei man besser aufgetreten, habe aber wieder zu viele einfach Gegentreffer kassiert und die eigenen Chancen nicht genutzt. „Wir hätten vier oder fünf Tore schießen können“, unterstrich Enkler, dass durchaus ein hohes Remis wie etwa das 5:5 gegen Sponheim möglich gewesen wäre. Wenn man die Möglichkeiten nicht nutze und selbst zu viel zulasse, dürfe man sich nicht beschweren, wenn man verliere.

Direkt vor dem Pausenpfiff hatten die Gäste die Chance zum Nachlegen, als Sebastian Barth nach einem Fehler von Kai Christ durchging, aber am Tor vorbei schoss. Nach dem Wechsel machte Gräfenbachtal das Spiel, ohne sich aber große Chancen zu erspielen, die Gastgeber versuchten es mit Kontern.

Den zweiten Gräfenbacher Treffer besorgte Tim Steinbach: er nahm im Strafraum den Ball mit der Brust an und beförderte ihn ins Netz (66.). Christ kratzte einen Schuss von Christoph Tonn von der Linie (69.), beim Kopfball von Jonas Wingenter nach einer Flanke neben den linken Pfosten waren Abwehr und Torwart Dennis Meder chancenlos (72.).

Aufgrund der optischen Überlegenheit und dem Vorwärtsdrang mit Torschüssen war die 3:0-Führung verdient. Fast hätte es sogar einen Doppelschlag gegeben: Steffen Tonn ging alleine aufs Tor, Meder pariete glänzend. Für ratlose Gesichter sorgte direkt danach Schiedsrichterin Sophie Burkart, die nach einem Geplänkel Christopher Feier die rote Karte zeigte. Weder Enkler noch sein Trainerkollege Kay Warkus hatten eine Tätlichkeit gesehen, der Bestrafte gab zu, dass er sich zwar „mit dem Körper reingestellt hatte“, versicherte aber auch, dass er nicht geschlagen habe. Die Unparteiische wollte dieser Zeitung nichts zum Grund der Karte sagen.

Kurios das 1:3: Martin Alles köpfte nach einem Freistoß aufs Tor, das Leder sprang von den Fingerspitzen von Torwart Maurice Jost an die Latte, dotzte auf den Boden und wurde vom Keeper hinter der Linie gefangen (80.) Nach einer Flanke in den Rückraum stellte Christoph Wagner mit einem Schuss ins lange Eck den alten Abstand wieder her (85.). Den Schlusspunkt zum 2:4 setzte Timo Saueressig, der im Strafraum freigespielt wurde, aufs Tor ging und ins lange Eck schoss.

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SG Gutenberg/Waldlaubersheim: Meder, Christ (69. Vosskühler), Faier, Rhein (69. Fichter), Alles, Schön (57. Recica), Schuldenzucker, Freudenberg, Kleindopff, Rupprecht (59. Saueressig).

SG Gräfenbachtal: Jost, Lehnert, Frey, Jäckel, Barth (79. Barth), Ch. Tonn, S. Tonn, 8. Paschmanns, Steinbach (77. Ender), Wingenter, Zimmermann (69. Wagner).

Schiedsrichterin: Sophie Burkhart.