SG Gräfenbachtal: Alles Jammern hilft nichts

Angesagt: Trainer Kay Warkus (Mitte) schwört sein Team auf das Spiel ein. Foto: fupa.net/Jutta Bohr

Trainer Kay Warkus ist um die Personalplanung bei den A-Klassen-Fußballern dennoch nicht zu beneiden.

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REGION. Zwei Spiele, 13 Gegentreffer: Den Saisonstart in der A-Klasse Bad Kreuznach Ost hatte sich Kay Warkus als neuer Coach der SG Gräfenbachtal anders vorgestellt. „Ein guter Start ist das natürlich nicht“, weiß er. Immerhin: Die größte Problematik, an der es noch hapert, hat der Übungsleiter schnell ausgemacht. „Wir konnten in der laufenden Spielzeit noch nicht zwei Mal nacheinander mit der identischen Startaufstellung auflaufen. Aktuell ist eine zu große Fluktuation in der Mannschaft.“

Kein Wunder bei einer Verletztenliste, wie sie die Gräfenbachtaler derzeit mit sich herumschleppen. Allen voran zahlreiche Leistungsträger wie Tim Steinbach oder Steffen und Christoph Tonn fehlen angeschlagen. David Lukas, der ebenfalls die gesamte Vorbereitung verpasste, ist seit vergangenem Spiel gesperrt. Auch Leitwolf Fabian Höning ist noch nicht wieder fit. Doch Warkus weiß auch: All das Jammern hilft nichts, denn das nächste schwere Spiel lässt nicht lange auf sich warten. Die Gräfenbachtaler bitten die SG Spabrücken zum Derby. „Wir haben außerdem Kerbespiel in Braunweiler und spielen samstagnachmittags. Das allein sollte Motivation genug sein.“

Gleichzeitig warnt Warkus aber auch vor dem kommenden Gegner, denn: Die Gäste mussten sich unlängst in deren eigenem Kerbespiel dem Aufstiegsfavoriten SG Fürfeld/Neu-Bamberg/Wöllstein nur knapp geschlagen geben. „Da haben die Spabrücker für ein Ausrufezeichen gesorgt. Klar, dass man da dann mal genauer hinschaut. Sie haben eine sehr junge Truppe und zwei genauso junge Trainer.“

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Ist Kay Warkus beeindruckt? „Ich schaue grundsätzlich nur auf meine eigene Mannschaft und weiß, was diese zu leisten im Stande ist.“ Besonders im Training seien spielerisch sehr starke Ansätze seiner Truppe zu sehen. Warkus fordert daher: „Endlich mal das auf den Platz zu bringen, was wir Woche für Woche im Training abliefern. Gerade in der Defensive“, mit Blick auf die zahlreichen Gegentreffer aus den ersten beiden Saisonpartien, „klappt das aber noch zu selten. Ich bin dennoch zuversichtlich, dass wir gegen Spabrücken anfangen zu punkten. Ich habe großes Vertrauen in meine Jungs.“

Ein wichtiger Faktor kann auch das Heimrecht der Gräfenbachtaler sein. Bislang mussten sie zwei Mal auswärts antreten. „Wir treten erstmals in dieser Saison zu Hause an und sind da natürlich besonders motiviert.“ Mit Blick auf die vergangene Spielzeit sicher ein Mutmacher, landete die SGG doch auf dem elften Rang der Heimtabelle und schnitt damit zwei Plätze besser als am Ende auf im Gesamtklassement ab. Ein gutes Omen?!