Schlitzohr Serdar Yildiz mit vier Toren in fünf Minuten

Nahezu im Alleingang besiegte der Angreifer der SG Alsenztal die SG Pfaffen-Schwabenheim/Bosenheim. Auch auf den anderen Plätzen gab es viele Tore und einseitige Ergebnisse.

Anzeige

REGION. Es waren die üblichen Verdächtigen, die in der Fußball-Bezirksliga Nahe auch an diesem Spieltag dreifach punkteten. Insgesamt ungefährdet siegten die SG Guldenbachtal (6:0) gegen die Eintracht-Reserve und Ligaprimus TuS Hackenheim (5:1) gegen Weinsheim. Beim 4:0-Erfolg der SG Alsenztal bei der SG Pfaffen-Schwabenheim/Bosenheim trumpfte SGA-Torjäger Serdar Yildiz wieder einmal auf.

SG Guldenbachtal – SG Eintracht Bad Kreuznach II 6:0 (3:0). – Für Sascha Witt, Trainer der Hausherren, war Romano Tullius im Tor der „kleinen“ Eintracht der beste Mann bei den Gästen: „Das sagt alles über das Spiel, wenngleich ich nichts Schlechtes über die Eintracht sagen kann. Es war von Anfang bis Ende ein absolut faires Spiel mit einem Pflichtsieg für uns.“ Angesichts der sportlich schwierigen Phase der Kreuznacher, versuchte die Witt-Elf den Kontrahenten früh unter Druck zu setzen. „Natürlich versucht man, diese schwierige Situation beim Gegner dann auch auszunutzen. Das haben wir ordentlich gemacht und uns im Endeffekt erwartungsgemäß durchgesetzt“, sagt Sascha Witt. Bezeichnend aus Sicht der Eintracht-Reserve, dass zunächst Ex-SGGler Lateef Alli mit einem Eigentor den Torreigen eröffnete und Ferres Ben Hamed einen Foulelfmeter an den Pfosten setzte (23.). Die weiteren Treffer der Guldenbachtaler erzielten William Brown Jr. (28.), Lars Flommersfeld (40.), Alexander Mörsdorf (70./83.) und Sebastian Gänz (76.).

SG Pfaffen-Schwabenheim/Bosenheim – SG Alsenztal 4:0 (0:0). – Für lediglich fünf Minuten verlor die Elf von Trainer Tino Häuser den Kopf. „Bis dahin war es eine Top-Leistung. Wir waren absolut ebenbürtig und von Beginn an drin im Spiel“, lobt Häuser seine Mannschaft. Doch dann sorgte eine umstrittene Entscheidung des Schiedsrichters für den Bruch im eigenen Spiel. Souleymane Keita, von Alsenztals Serdar Yildiz verfolgt, ging zu Boden. „Er wurde geschubst und fällt mit der Hand auf den Ball. Dann gibt es Elfmeter“, ärgert sich der SG-Coach, dessen Team sich hiernach fünf Minuten zu sehr mit allem beschäftigte, nur nicht mit dem Spiel. Diese Phase reichte Torjäger Yildiz jedoch, um mit vier Toren die Begegnung zu entscheiden (67./70./71./72.). „Er macht das sehr clever, aber immer an der Grenze zum Foulspiel“, sagt Tino Häuser und ergänzt anerkennend: „Aber die Zahlen sprechen für ihn.“ Einmal mehr habe seine Mannschaft der fehlenden Abgezocktheit und Erfahrung Tribut gezollt.

TuS Hackenheim – SG Weinsheim 5:1 (1:0). – Eine Woche Pause – und der Tabellenführer marschiert unbeeindruckt weiter. „Weinsheim war ein guter Gegner, hat kompakt gestanden und das ordentlich gemacht“, erkennt Heim-Spielertrainer Tim Hulsey an. Seine Elf spielte es geduldig, ließ bis auf einen Lattenkopfball der Gäste im ersten Durchgang keine klare Chance zu. Hulsey selbst brachte seine Farben auf die Siegerstraße (25.). Ein Doppelschlag von Niklas Schneider (60./ Freistoß) und Jörg Maier (64.) sorgten für die Vorentscheidung. „Danach haben sich für uns viele Räume ergeben und hatten ein paar schöne Kombinationen dabei“, lobt Hulsey. Noah Heim legte zehn Minuten vor dem Ende nach, bevor der eingewechselte David Stankiewicz den Weinsheimer Ehrentreffer erzielte (85.). Per Foulelfmeter setzte Niklas Schneider den Schlusspunkt in dieser Partie.