Eintracht Kreuznach unterliegt Pirmasens II mit 1:2

Jan Wingenter (rechts) feierte eine gute Startelf-Premiere bei der Eintracht.  Foto: Mario Luge

Lucas Alves vergibt die beste Chance: Wille und Fitness stimmen, das Ergebnis nicht

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BAD KREUZNACH. Mit einer 1:2 (0:1)-Niederlage gegen den FK Pirmasens II verabschiedet sich bei die SG Eintracht aus der Vorrunde der Fußball-Verbandsliga. Sollte der SV Steinwenden (23 Punkte, letztes Spiel beim SC Idar) mit in die Abstiegsrunde gehen, während die Pirmasenser (25, Abschluss in Baumholder) in der Aufstiegsrunde starten, nehmen die Bad Kreuznacher die drei Zähler gegen Steinwenden mit in die Playoffs. Dann würde die jüngste Niederlage nicht so sehr schmerzen.

Angespannte personelle Situation als Hemmschuh

Aufgrund der angespannten personellen Situation bei den Bad Kreuznachern, hielt sich der Zorn von Murat Yasar nach Abpfiff in Grenzen. "Die Mannschaft stellte sich quasi von selbst auf", resümierte der Coach, der nach einem Spiel auf Augenhöhe durchaus auch gute Ansätze in seinem Team gesehen hatte. Der Wille zum Sieg war da, ebenso die Fitness, um 90 Minuten Paroli bieten zu können.

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Jedoch gab es freilich Grund zur Kritik: So fehlte etwa im Abschluss die Durchschlagskraft. Da verdaddelte Lucas Alves nach knapp einer halben Stunde die mit Abstand beste Bad Kreuznacher Chance, um den 0:1-Rückstand von Christopher Ludy (12.) auszugleichen. Zudem hatte Marc Nauth mindestens zweimal Pech, als Kopfballheber übers Tor segelten. Der 19-Jährige war ständiger Unruheherd rund um den FKP-Strafraum.

Bessere Möglichkeiten und deutlich mehr Ballbesitz

Überhaupt hatten die Hausherren gefühlt unterm Strich die besseren Möglichkeiten, vor allem in Hälfte zwei auch deutlich mehr Ballbesitz. Doch die jungen Pfälzer präsentierten sich kaltschnäuziger und mit gutem Tempo im Umschaltspiel. Diesem war die Eintracht nicht immer gewachsen, musste schon nach 20 Minuten personell reagieren, als Niclas Mörbel nach seinem Patzer vor dem ersten Gegentreffer - gerade auch nach Hinweis von Schiedsrichter Nico Dönges (Mainz) - an der Grenze zum Platzverweis wandelte. Über die rechte Seite fehlte aber auch in der Folge der Zug nach vorne.

Im Zentrum war Deniz Darcan, der für den verletzten Sebastian Baumann als Sechser ran musste, diesmal nicht ganz so wirkungsvoll wie sonst. Dennoch war gegen die FKP-Reserve mehr drin gewesen. "Es ist auch nicht unbedingt meine Lieblingsposition", entschuldigte sich der Kapitän. Derweil hatte Baumann ein "in der ersten Halbzeit ausgeglichenes Spiel gesehen". Die Eintracht hätte es insgesamt gut gemacht und gerade nach der Pause "achtzig Prozent Ballbesitz", so der Defensiv-Routinier. Aber was nutzt aller Ballbesitz, wenn der Gegner die Tore macht? So wie Lirim Mustafa, der eine Viertelstunde vor Schluss das 2:0 für die Gäste draufsattelte. Der Anschlusstreffer von Jan Wingenter, der seine Startelfpremiere in dieser Saison gefeiert hatte, kam dann zu spät (90.). Gewiss war ihm aber das Lob seines Trainers: "Ihn hatte ich aufgrund seiner Verletzungen noch gar nicht richtig gesehen. Ich finde, er hat es richtig gut gemacht."