Dem Primus (fast) alles abverlangt

Halt, hiergeblieben: Hackenheims Spielertrainer Tim Hulsey (links) verfolgt energisch Karadeniz-Spieler Benhur Bayir. Foto: Martin Imruck

Hitzig und hektisch wird es im Salinental auf dem nassen Kunstrasen schon seit jeher. So auch beim Duell zwischen den Gastgebern von Karadeniz Bad Kreuznach und...

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BAD KREUZNACH. Hitzig und hektisch wird es im Salinental auf dem nassen Kunstrasen schon seit jeher. So auch beim Duell zwischen den Gastgebern von Karadeniz Bad Kreuznach und Bezirksliga-Spitzenreiter TuS Hackenheim und (2:3). Gerade in der Anfangsphase, in der beide Mannschaften versuchten, ein Zeichen zu setzen und von Beginn an da zu sein, gab es viele Zweikämpfe im Mittelfeld. Spielfluss kam wenig zustande.

„Wenn da bei uns der letzte Pass ankommt, bekommen wir vielleicht sogar die Möglichkeit, in Führung zu gehen“, berichtet Matthias Mahr. Dabei mussten die Spieler auch erstmal auf Betriebstemperatur kommen, schließlich konnte die Partie erst mit einer 30-minütigen Verspätung beginnen. Die vorangegangene Partie hatte sich verzögert. Als dann pünktlich zum Anstoß auch noch starker Regen, unter den sich das ein oder andere Eiskorn mischte, einsetzte, wurde es vollends unangenehm. Doch die 22 Akteure auf dem Platz machten das Beste daraus, spielten munter drauf los.

Als nach knapp einer Viertelstunde Niklas Schneider im Strafraum zu Fall gebracht wurde und der Torjäger kurz darauf den fälligen Strafstoß zur Führung verwandelte, schienen die Weichen gestellt. Erst recht als wenig später Tim Hulsey nachlegte (23.). „Danach haben wir einige Szenen, in denen wir sogar mit dem 3:0 fast den Deckel draufmachen können“, ärgert sich Tim Hulsey. „So haben wir Karadeniz etwas am Leben gehalten, die das heute gut gemacht haben.“

Die Löwen schüttelten sich kurz und kamen durch Ali Jito zum Anschlusstreffer (27.). „Dann war klar, dass es nochmal richtig eng werden würde, aber wir haben das Spiel weiterhin sehr gut angenommen und dagegen gehalten.“ Auf der anderen Seite ärgerte sich Matthias Mahr über ein frühes Gegentor nach dem Seitenwechsel. „Das ist uns gefühlt in fast jedem Spiel passiert und hat uns auch heute wieder zurückgeworfen“, spricht Mahr das 1:3 von Michael Gilles an (50.). Bakary Joof hatte hernach direkt die Chance zum erneuten Anschluss, scheiterte im Eins-gegen-Eins aber an Pascal Pies und vergab die gute Gelegenheit. Wenige Minuten später machte der Kreuznacher es besser und verkürzte erneut (62.). „Kurz vor Schluss laufen wir nochmal alleine auf das Tor, haben den Ball aber leider nicht dort unter gebracht“, hadert Mahr, der dennoch voller Stolz von einer Mannschaftsleistung spricht. „Wir haben uns nie aufgegeben und gegen Planig und Alsenztal weiterhin alles in unserer Hand.“ Letztlich habe sich Hackenheim auch aufgrund der individuellen Klasse der Offensive verdient durchgesetzt. „Wir hätten gerne einen Punkt mitgenommen“, sagt Matthias Mahr dennoch. Auf der anderen Seite freut sich Tim Hulsey auf das Gipfeltreffen gegen die SG Guldenbachtal zum Saisonabschluss. „13 Punkte haben wir bereits sicher für die Aufstiegsrunde. Daher wollen wir da noch einmal nachlegen und dann können wir der Winterpause entspannt entgegenblicken.“