Baumholder vermasselt Yasar-Einstand bei der Eintracht

Banger Blick: Nach dem 0:5 in Baumholder wartet auf den neuen Eintracht-Coach Murat Yasar viel Arbeit. Foto: Mario Luge

Zwei Platzverweise, vier Bambach-Tore – beim Derby der Fußball-Verbandsliga war einiges geboten. Für die Kreuznacher ist nun klar, wo sie 2022 spielen.

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BAUMHOLDER. Murat Yasar hätte sich einen besseren Einstand als Trainer der SG Eintracht gewünscht. Zwei Tage nach seinem Amtsantritt unterlag der Bad Kreuznacher Fußball-Verbandsligist beim VfR Baumholder 0:5 (0:0). Die höchste Bad Kreuznacher Saisonniederlage.

Damit nahm der Lokalrivale von der Oberen Nahe Revanche für die 1:3-Niederlage im Moebusstadion, feierte nach drei Niederlagen den ersten Rückrundenerfolg und hält damit die Hoffnungen auf die Aufstiegsrunde aufrecht. Diese hat sich für die Eintracht nach der siebten Saisonniederlage endgültig erledigt. Die Planungen für 2022 stehen jetzt definitiv auf Verbandsliga-Abstiegskampf.

Ergebnis täuscht etwas über Spielverlauf hinweg

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Dabei täuscht das deutliche Ergebnis über den Spielverlauf etwas hinweg. Baumholder hatte die Eintracht nicht etwa in Grund und Boden gespielt. 50 Minuten lang war vielmehr die Bad Kreuznacher Fußballwelt in Baumholder absolut in Ordnung gewesen. „Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt, hatten einfach das Matchglück nicht auf unserer Seite“, analysierte Yasar. Lucas an den Pfosten, Sebastian Baumann an die Latte. Was phasenweise gut anzusehen war, wurde nicht von Torerfolg gekrönt. Und so hatte es 0:0 im Brühlstadion gestanden, als eine Viertelstunde des Grauens für die Eintracht begann.

Alexander Bambach brachte die Hausherren mit seinem siebten Saisontreffer in Führung. Was folgte, waren äußerst turbulente Minuten für die Gäste. Erst zeigte Schiedsrichter Jan-Vincent Ritter (Hochspeyer) Mika Brunswig nach Foulspiel die Gelb-Rote Karte (52.), nur fünf Minuten später folgte ihm Nils Flühr ebenfalls mit der Ampelkarte. Der Außenbahnspieler hatte nach einem Foul gemeckert. Allerdings war das Kartenspiel des jungen Schiedsrichters aus der Pfalz nach Meinung vieler Beobachter nicht immer verhältnismäßig gewesen.

In doppelter Unterzahl und nach dem 0:2 von Niklas Alles (64.) spielte die Eintracht „Ganz oder gar nicht“, wechselte zwei frische Kräfte ein. Doch spätestens nach dem 0:3 von Bambach ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Die gelang indes nur bedingt, denn Bambach schnürte mit dem 3:0 sein persönliches Doppelpäckchen (74.) und sattelte mit dem 4:0 per Elfmeter den dritten obendrauf (83.). Und damit nicht genug: Auch den Schlusspunkt setzte der Torjäger mit dem 5:0 in der zweiten Minute der Nachspielzeit.

Murat Yasar wird seine Jungs nun aufbauen müssen, sich an der guten ersten Hälfte hochhalten. „Aber es gibt fürs Schönspielen eben keine Punkte. Wir müssen mehr Geilheit auf Tore entwickeln.“ Es folgen zwei wichtige Duelle mit Kontrahenten in der Abstiegsrunde. Erst gegen Rieschweiler, dann in Hohenecken. Die Punkte aus diesen Spielen zählen auch noch 2022.