A-Klasse: Rüdesheimer schlagen SG Fürfeld 6:2

Synchron-Fußball: Rüdesheims Geworg Dadjan und Till Rauch von der SG Fürfeld. Foto: Edgar Daudistel

Während sich VfL-Coach Waldemar Hass über die „beste Saisonleistung“ freut, ärgert sich sein Gegenüber Günter Nessel über eine Schlüsselszene.

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RÜDESHEIM. Die Entscheidung in der Fußball-A-Klasse Bad Kreuznach ist gefallen und das deutlich. Mit 6:2 (2:0) schickte der Tabellenführer VfL Rüdesheim (34 Punkte) seinen ärgsten Verfolger, die SG Fürfeld/Neu-Bamberg/Wöllstein (26) nach Hause. „Die Jungs haben heute ihre beste Saisonleistung an den Tag gelegt”, freut sich Rüdesheims Trainer Waldemar Hass. „Du hast gesehen, dass wirklich jeder die drei Punkte unbedingt wollte.”

Doch zunächst mussten die Hausherren eine kritische Szene überstehen. Für Fürfelds Trainer Günter Nessel war es gar die Schlüsselszene, in der SG-Torjäger Christian Schmidt kurz vor der Strafraumgrenze unsanft von VfL-Schlussmann Sinan Aydin von den Beinen geholt wurde. „Für mich ist er der letzte Mann und man kann über eine Rote Karte nachdenken”, sagt Nessel. „Klares Foul, aber keine Notbremse”, sagt Hass, der Freistoß und Gelb für richtig gehalten hätte.

Den Freistoß für die Gäste gab es zwar, doch zeigte der Unparteiische keine Karte, was die Kombinierten inklusive ihrem Trainer auf die Palme trieb: „Für Viele, die was mit Fußball zu tun haben, völlig unverständlich”, konnte Günter Nessel seine Spieler verstehen, dass sie hernach nicht allzu gut auf den Regelhüter zu sprechen waren. „Das war ein rüdes Foulspiel, unser Spieler musste danach ausgewechselt werden und ins Krankenhaus. Da kann ich doch eine entsprechende Reaktion vom Schiedsrichter erwarten”, fühlten sich Nessel und Co klar benachteiligt. „Die Rüdesheimer haben diese Schwächung dann gnadenlos ausgenutzt”, berichtet Nessel, dessen Team nach der Auswechslung etwas von der Rolle wirkte.

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Geworg Dadjan brachte die Hausherren in Führung (23.), die den Kontrahenten früh anliefen und die ein oder andere Abstimmungsschwierigkeit provozierten. „Wir waren zu einhundert Prozent fokussiert und haben das richtig gut gemacht”, betont Waldemar Hass, für dessen Team Kevin Urban nach einem lang gezogenen Eckball das 2:0 besorgte (40.). „Unser Spieler hat den Ball im Aus gesehen, wir hören auf zu spielen und fangen das Tor. Da haben wir sehr unglücklich ausgesehen”, berichtet Günter Nessel.

Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts, in dem Rüdesheims Sven Monteiro so richtig aufdrehte. Seinen Hattrick (56./64./73.) unterbrach nur Gürcan Satici mit seinem zwischenzeitlichen 4:1 (58.). „Was ich meinen Jungs zugutehalten muss, ist dass sie sich nicht aufgegeben und nochmal Ergebniskosmetik betrieben haben”, sagt Günter Nessel. Sören Pershon (82.) und Marvin Hendricks (87.) erzielten die beiden Ehrentreffer für eine SG, die „einfach einen gebrauchten Tag”, erlebte.

In der Tabelle haben die Kombinierten, die noch drei Spiele zu absolvieren haben, aber weiter alles in der eigenen Hand. „Wir müssen schauen, dass wir unsere Punkte noch holen für die Aufstiegsrunde”, erklärt Nessel.

Die Gastgeber haben dagegen bereits am Mittwoch gegen Gräfenbachtal ihr letztes Hauptrundenspiel. „Danach können wir uns zurücklehnen und schauen, was da noch kommt”, schaut Waldemar Hass optimistisch auf die Aufstiegsrunde und die Mission Bezirksliga-Rückkehr.