VG-Turnier: Über 1000 Zuschauer an acht Spieltagen

Wilfried Bests Augen funkelten, als er sagte: „Natürlich würden wir das Fußball-Turnier der Verbandsgemeinde wieder ausrichten. Das war eine Supersache“. Acht Tage trafen...

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ALBIG. Wilfried Bests Augen funkelten, als er sagte: „Natürlich würden wir das Fußball-Turnier der Verbandsgemeinde wieder ausrichten. Das war eine Supersache“. Acht Tage trafen sich auf dem Sportplatz des TV Albig, dessen Zweiter Vorsitzender Best ist, neun Mannschaften aus dem Alzeyer Land, um ihren Pokalsieger zu finden. Geworden ist es am Ende TuS Framersheim. Titelverteidiger TuS Biebelnheim schied bereits in der Vorrunde aus.

Rund 1000 Zuschauer zählte der TV Albig über die Veranstaltungstage hinweg. Vorsitzender Michael Schmitt sagte, er sei zufrieden, wenngleich er gerade an den beiden Wochenenden gerne mehr Besucher gesehen hätte. Wer kam, fand gute Bedingungen vor. Sogar an dem verregneten Dienstag.Da drängten sich alle Gäste auf dem großen Balkon des Vereinsheims. „Das war wie eine Loge“, meinte Best.

Über 50 ehrenamtliche Kräfte sorgten sich während den acht Spieltagen um den Platz, die Spieler, die Schiedsrichter und die Besucher, die verköstigt werden wollten. Best sagte, dieser Kraftakt hat dem Vereinsleben gut getan. Nach der langen Pause, in der in Albig der Spielbetrieb ruhte, brauchte es die Erfahrung, dass „wir auch eine Veranstaltung dieser Größenordnung stemmen können“. Dass ihnen das nach den Vorstellung des Veranstalters geglückt ist, betonte VG-Bürgermeister Steffen Unger: „Das Turnier war hervorragend ausgerichtet“, kommentierte er während der Siegerehrung.

Nicht ganz so glücklich waren die Fußballer vom TSV Gau-Odernheim und der SG RWO Alzey II. Sie beklagten den in der Schlussphase eng getakteten Terminplan. Drei Spiele innerhalb von drei Tagen, das ging – gerade auf einem so schweren Geläuf wie dem Albiger Hartplatz – reichlich an die Substanz. Abteilungsleiter Sebastian Zibell vom TSV sprach von einem „strammen Programm“. Marcel Beckmann, RWO Alzeys Coach, meinte, die Belastung sei „unheimlich hoch“. Zumal die Kader in der Vorbereitung auch längst nicht immer so üppig besetzt wären, wie das bei einer solchen Terminplanung notwendig wäre. Die vermuteten Muskelfaserrisse von ihm und Ronny Schell führte er auf die Strapaze zurück, weshalb er auch „eine durchwachsene Bilanz“ nach der Teilnahme zog. In dem Moment wäre er sogar froh gewesen, nicht gemeldet zu haben.

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Seitens des TV Albig hieß es, der Verein habe keinen wesentlichen Einfluss auf den Terminplan gehabt. Die Anmerkungen seien jedoch nachzuvollziehen und sollten bei der Nachbesprechung bei der VG diskutiert werden. Entzerrt werden müssten wenigstens Halbfinale und Finale. Zwei Spiele innerhalb von 22 Stunden, wie sie RWO Alzey abspulen musste, seien suboptimal.

Mutmaßlich nicht mehr ewig wird es dauern, bis der TV Albig einen Rasenplatz bekommt. Der Klub machte mit der Ausrichtung des VG-Turniers Werbung in eigener Sache und sensibilisierte die Öffentlichkeit für das Thema. Deutlich wurde, dass Albig einen Rasenplatz braucht. Und deutlich wurde auch, dass der Verein über so viel Begeisterung für den Fußball verfügt, dass ihm da möglichst schnell unter die Arme gegriffen werden sollte.