TSG Gau-Bickelheim im Aufwind

Ansumana Kanyi (links), hier gegen Adi Sinanovic von TuS Biebelnheim, ist am Wochenende mit dem TSV Armsheim beim Aufsteiger in Leiselheim zu Gast.Foto: photoagenten/Axel Schmitz  Foto: photoagenten/Axel Schmitz

Fußballergebnisse sind nicht immer logisch. Das hat einen mal wieder die TSG Gau-Bickelheim gelehrt. Nach der 1:6-Niederlage im Pokal beim unterklassigen TV Sulzheim rechneten...

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GAU-BICKELHEIM. Fußballergebnisse sind nicht immer logisch. Das hat einen mal wieder die TSG Gau-Bickelheim gelehrt. Nach der 1:6-Niederlage im Pokal beim unterklassigen TV Sulzheim rechneten nur kühnste Optimisten damit, dass beim A-Klassen-Spitzenreiter etwas möglich ist. Doch siehe da: Die TSG fuhr aus Framersheim mit einem 2:1-Sieg heim, der natürlich auch Gau-Bickelheims Abteilungsleiter Andreas Brunk zufriedenstellte. „Das ist schon gut, wenn du beim Tabellenführer gewinnst“, sagt er. Gerne würde der 13. daran anknüpfen und nun am Sonntag um 15 Uhr den dritten Saisonsieg gegen die SG Freimersheim/Ilbesheim landen – gegen einen Gegner, der vergangene Spielzeit mit einem 1:7 heimgeschickt wurde.

Diesmal sind die Vorzeichen jedoch etwas anders, die SG hat sich mittlerweile in der A-Klasse etabliert. Brunk baut ein bisschen auf den Heimvorteil, weiß aber um die Schwere der Partie. „Freimersheim hat eine starke Mannschaft und Levent Yalkin (Anm. Trainer SG Freimersheim/Ilbesheim) lässt ein gutes System spielen.“

Momentan müssen sich die Wissberger vor niemandem verstecken. Die Begegnung in Sulzheim darf getrost als Ausrutscher gesehen werden. Ein Sieg gegen Weinsheim, knappe Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Schornsheim und Mauchenheim und nun der Dreier in Framersheim bestätigen Brunk darin, sich auf dem richtigen Weg zu befinden. „Wir sind jetzt komplett und die Mannschaft wächst immer mehr zusammen.“

Die Aufgabe, die Trainer Fatih Sarigan von Vereinsseite gestellt bekommen hat, heißt Klassenerhalt. Daneben soll er Fußballer aus der eigenen Juniorenabteilung einbauen. Dafür ist er genau der Richtige, wie Brunk erklärt. „Er ist ein Mann der ersten Stunde und macht das super.“ Durch die Tatsache, schon sieben Jahren bei der TSG zu sein, gehört er mehr oder minder schon zum Inventar des Klubs. Die Philosophie, sportliche Ziele erst einmal hinten anzustellen, und stattdessen etwas zu entwickeln und voranzubringen, trägt Sarigan komplett mit. Und die jungen Spieler bedanken sich derzeit mit Leistung für das Vertrauen von Verein und Trainer.

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In den Reihen der SG Schornsheim/Undenheim ist dagegen die Erfahrung vorherrschend. Umso verwunderlicher sind daher einige Schwächen, die der Bezirksliga-Absteiger im bisherigen Saisonverlauf offenbarte. Größter Kritikpunkt: Die Chancenverwertung. „Das ist ein Manko, was wir abstellen müssen. Das gefällt mir nicht gut“, analysiert Schornsheims sportlicher Leiter Bernd Fiedler. Denn das übertrage sich auch auf die gesamte Balance des Teams, was bei engen Spielständen in einigen Gegentoren mündet.

Außerdem müsse sich der momentane Tabellenfünfte mehr auf das Hier und Jetzt konzentrieren. „Wir müssen unsere Leistung mal über 90 Minuten bringen“, fordert Fiedler. Prinzipiell lässt es sich mit dem Start aber gut leben – auch die Niederlage gegen Eich am vergangenen Freitag ist schon verdaut. „Klar, Niederlagen fühlen sich nie gut an. Aber fußballerisch haben wir über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht.“

Beim TuS Weinsheim ist es nun das Bestreben der Schornsheimer, auf drei Punkte zu gehen und kein Aufbaugegner zu sein. Doch Fiedler warnt vor dem Kontrahenten, der zuletzt vier Spiele in Serie verlor. „Weinsheim steht sehr kompakt und kontert sehr gut. Da müssen wir aufpassen, nicht kalt erwischt zu werden.“ Die Aufgabe geht die SG auch wieder mit einem Torwart an. Dadurch kann Aushilfskeeper Kevin Gauer zurück ins Feld rücken.

Das absolute Spitzenspiel des Spieltages findet am Sonntag um 15.15 Uhr in Eich statt. Dort wird SW Mauchenheim erwartet. Außerdem werden der TSV Armsheim (beim SV Leiselheim) und TuS Biebelnheim (Freitagabend gegen den SV Horchheim II) versuchen, Punkte für das Mindestziel Klassenerhalt zu holen.