Nun spielen auch die Bezirksligisten wieder um Punkte

Auf Lorenz Kern (l.) vom TV Freimersheim und Baris Beyazbal vom TSV Gau-Odernheim II warten in dieser Saison nur noch Gegner aus dem Kreis Mainz-Bingen. Archivfoto: pakalski-press/Axel Schmitz

Die Situation von TuS Framersheims Fußballern ist klasse. Anders als TSV Gau-Odernheim II, FSV Saulheim und TV Freimersheim haben sie garantiert nichts mit dem Abstieg zu tun.

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ALZEY. Das Leben spielt manchen Streich. Unter anderem den, dass am Sonntag (12.30 Uhr) die TSG Hechtsheim in Gau-Odernheim gastiert. Zum Auftakt der Abstiegsrunde der Fußball-Bezirksliga kehrt Tuncer Köken an den Petersberg zurück – also der Trainer, der Ende Oktober die Verbandsliga-Reserve des TSV verlassen hat und kurze Zeit drauf die TSG Hechtsheim übernahm.

Auf Lorenz Kern (l.) vom TV Freimersheim und Baris Beyazbal vom TSV Gau-Odernheim II warten in dieser Saison nur noch Gegner aus dem Kreis Mainz-Bingen. Archivfoto: pakalski-press/Axel Schmitz
1 Der TV Freimersheim (schwarze Trikots) hofft, den Abstieg noch vermeiden zu können.2 Der TSV Gau-Odernheim II geht mit einem guten Punktepolster in die Play-offs der Abstiegsrunde.3 Saulheims Trainer Manuel Helmlinger will den Aufschwung des FSV fortsetzen.4 Andreas Leimer muss für Framersheim nun gegen Mainz-Binger Klubs treffen.Archivfotos: BK/p-p Axel Schmitz

Irritationen gab es damals, von „einem Vorfall“ war die Rede. Groll hege in Gau-Odernheim deshalb niemand, sagt der Sportliche Leiter des TSV, Benny Wilhelm. Er fügt aber auch an: „Unsere Mannschaft wird am Sonntag hoch motiviert auflaufen“. Und das nicht nur, weil die Elf trotz ihrer ordentlichen Position in der Abstiegsrunde weiß, dass man sich zum Start der Play-off-Serie keinen Fehlstart erlauben sollte.

Fortan nur noch gegen Teams aus Mainz-Bingen

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Im Vergleich mit den meisten anderen Klassen im Südwestdeutschen Fußball-Verband startet die rheinhessische Bezirksliga mit einer Woche Verspätung. Das liegt an der verhältnismäßig kleinen Klassengröße. Nur 15 Teams sind in dieser Saison am Start. Aus der Region Alzey-Worms sind es deren sieben. Drei, der VfL Gundersheim, der SV Horchheim und der TuS Framersheim in der Aufstiegsrunde, der TSV Gau-Odernheim II, der FSV Saulheim, die TSG Pfeddersheim II und der TV Freimersheim in der Abstiegsrunde. Der Rest kommt aus der Mainz-Binger Kante.

Die besten Karten für den Titelgewinn hat derzeit der SVW Mainz, der die Aufstiegsrunden-Tabelle mit zwölf Punkten anführt. Allerdings bringen die Klubs aus Mainz-Bingen auch sechs Spiele aus der Hauptrunde ein, die Alzey-Wormser nur vier. Die Anzahl der Spiele wird sich im Lauf der Play-offs nivellieren.

VfL Gundersheim trägt die Hoffnung der Alzey-Wormser

Aus der Alzey-Wormser Perspektive richtet sich das Hauptaugenmerk auf den VfL Gundersheim, der seine verbleibenden acht Punktspiele ambitioniert angeht. Schon am Sonntag wartet ein Gratmesser. Die Elf des ehemaligen Alzeyer Kapitäns Kevin Boos gastiert beim TV Nierstein, aktuell Tabellenzweiter.

Für den TuS Framersheim war der Einzug in die Aufstiegsrunde ein Riesenerfolg. Nun hofft das Team von Jan Höngen darauf, vor allem daheim viele Überraschungen gegen die kunstrasen-verwöhnten Mannschaften aus dem Norden zu landen. Die erste Gelegenheit bietet sich am Sonntag gegen den SVW Mainz.

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Wie in allen Abstiegsrunden herrscht auch in der Bezirksliga Rheinhessen mächtiger Druck. Von den acht Teams können bis zu drei absteigen. Ausruhen können sich also auch nicht der TSV Gau-Odernheim II und der FSV Saulheim, die momentan noch überm Strich liegen. Die Elf von der Mühlbachaue freut sich auf das erste Punktspiel seit Monaten, sagt FSV-Coach Manuel Helmlinger. Sie erwartet den FSV Oppenheim und möchte an die starken Vorstellungen zum Ende der Hauptrunde anknüpfen.

Der TV Freimersheim steht mit dem Rücken zur Wand. Einen schlechteren Start in die Abstiegsrunde hat nur die TSG Hechtsheim. Und dann kommt am Sonntag Tabellenführer TSV Zornheim. Er trifft auf ein Team, in dem Aufbruchstimmung herrscht. Es ging ein Ruck durch den Klub, nachdem Trainer Levent Yalkin auch für die kommende Saison zusagte und mit Kevin Petner ein vertrauter Angreifer zurückkehrte.