Moreno-Fell steht vorm Comeback auf seinem Jungend-Platz

Fabio Moreno-Fell (am Ball) spielte zuletzt für den 1. FC Rielasingen-Arlen. Mit dem schwäbischen Oberligisten traf er in der 1. DFB-Pokalrunde auf Holstein Kiel. Foto: Imago

Fünfeinhalb Jahre nach seinem Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern schickt sich der Stürmer an, wieder für den TSV Gau-Odernheim aufzulaufen. Der Sonntag bietet die erste Gelegenheit.

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GAU-ODERNHEIM. Sonntag dürfte Fabio Moreno-Fell sein Comeback auf dem Fußballplatz des TSV Gau-Odernheim geben. Fünfeinhalb Jahre nach seinem Abschied zur U17 des 1. FC Kaiserslautern ist der Stürmer zurück am Petersberg – nach Stationen am Betzenberg, Wormatia Worms (Landesliga), dem FC Ingolstadt II (Bayernliga) und dem 1. FC Rielasingen (Oberliga Baden-Württemberg).

TSG Planig, ein Topteam der Bezirksliga Untere Nahe, wird um 14 Uhr der Gegner sein. Es ist das erste Testspiel des TSV Gau-Odernheim, wo Moreno-Fell in der Jugendzeit ausgebildet wurde. Seine Kindheit verbrachte der 21-Jährige beim SV Bechtolsheim und der FJFV Rheinhessen-Mitte.

Trotz seines Renommees nimmt Moreno-Fell im Kader des Verbandsligisten TSV Gau-Odernheim keine Sonderstellung ein. Zwar freut sich Christoph Hartmüller, der Coach des TSV, endlich einen klassischen Mittelstürmer in seinen Reihen zu haben. Aber seither ging es auch ohne ihn sehr gut. Aiman Abdelaali, in Kombination mit Henrik Hillesheim, hat sich vorne etabliert und es wäre unredlich, wenn er nun chancenlos ins zweite Glied verdrängt würde.

Die Angreifer werden vorm ersten Punktspiel am 6. März gegen Jahn Zeiskam, dem Letzten der Hauptrunde, ausreichend Gelegenheit bekommen, sich zu zeigen. Vereinbart sind weitere Testspiele gegen Wormatia Worms (12.2., in Obersülzen), bei Fontana Finthen (18.2.) sowie daheim gegen TSG Bretzenheim (20.2.) und VfB Ginsheim (27.2.).

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Der TSV Gau-Odernheim hat noch eine winzige Chance, die Aufstiegsrunde der Verbandsliga zu erreichen. Erforderlich wäre, neben der Schützenhilfe von Konkurrenten, ein Sieg bei Jahn Zeiskam. Hartmüller: „Den wollen wir natürlich holen, aber wir richten nicht daran unsere Trainingsvorbereitung aus“. Das Gastspiel in der Vorderpfalz ordnet der Trainer mit in der Testspielserie ein. Der Fokus der Vorbereitung liegt auf dem Start der Play-offs. Die Topform soll der TSV erst Ende Februar/Anfang März erreichen. Darauf ist die Trainingssteuerung ausgerichtet.

Seit 14 Tagen bereiten sich die Spieler mit individuellen Laufprogrammen auf den gemeinsamen Trainingsauftakt am Freitag vor. Außerdem traf man sich virtuell, der Fitness halber. Dabei war auch Marek Gröhl, der nach seinem Studienaufenthalt in USA heimgekehrt ist. „Er will wieder angreifen“, sagt Hartmüller erfreut.

Überhaupt haben sich alle Angeschlagenen von ihren Blessuren erholt. Ömer Er kurierte seinen Muskelfaserriss aus und mischt wieder aktiv mit. Nur Lukas Lazar steht vorerst aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. Die Leistenbruch-OP ist aber abgehakt.

Die starke Personaldecke sei zwar erfreulich, sagt Christoph Hartmüller. In Euphorie will er nicht ausbrechen. In diesen Pandemiezeiten, in der die Omikron-Welle durchs Land rollt, sei es naiv zu glauben, ohne Ausfälle durch die nächsten Wochen zu kommen. Von daher experimentiert der Trainer auch nicht an der taktischen Grundausrichtung seines Teams. Vielmehr stehe im Vordergrund, die bestehenden Routinen weiter zu festigen und den Neuen – darunter einige aus der eigenen Jugend – ins System zu integrieren.

Unterdessen schreiten die Personalplanungen für die kommende Runde voran. Benny Wilhelm, der Sportliche Leiter, verkündete bereits die Weiterverpflichtung von Trainer Hartmüller. Nun hat auch Torhüter Daniel Diel zugesagt, eine weitere Saison für den TSV zu spielen. Das ist keine Überraschung, aber ein Signal an die vielen jungen Spieler im Kader. Er ist interessiert, den Weg mit der extrem jungen Mannschaft noch ein Jahr weiterzugehen. Nun sind sie am Zug. Es geht darum, das mutige Projekt ins zweite Jahr zu führen. Daniel Diel ist definitiv dabei.