Klarheit in Gau-Heppenheim: Marcel Beckmann bleibt Trainer

Marcel Beckmann. Archivfoto: Heinz Hinkel

Der Amateurfußball ruht, mit ihm das Vereinsleben. A-Klassist SG RWO Alzey hat trotzdem eine zentrale Personalentscheidung fix gemacht. Als einer der Ersten.

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GAU-HEPPENHEIM. Marcel Beckmann ist einer der ersten – wenn nicht sogar der erste – Fußball-Trainer der Region, der seinen Vertrag verlängert hat. A-Klassist RWO Alzey/TuS Gau-Heppenheim informierte via Facebook, dass der 32-Jährige auch in der kommenden Runde die sportlichen Geschicke der Hornberger Dependance von RWO Alzey lenken wird. Marcel Beckmann geht dort ins fünfte Jahr als Spielertrainer.

Die Meldung ist insofern spektakulär, als dass der Trainer- und Spielermarkt infolge der Corona-Krise weitgehend zum Erliegen gekommen ist. Zwar, sagt Marcel Beckmann, sei es bei seinem derzeitigen Klub usus, rund um die Jahreswende weiterführende Gespräche zu führen. Diesmal aber habe sich Dirk Bernhardt bewusst wegen der Corona-Restriktionen frühzeitig um die Vereinbarung bemüht, damit alle Beteiligten Klarheit haben.

Wie belebt ist der Trainermarkt derzeit?

Der Amateurfußball ruht seit Ende Oktober. Funktionäre, Sportler und Trainer, die sich in Nicht-Corona-Zeiten wenigsten zwei- bis dreimal pro Woche übern Weg liefen, haben derzeit bestenfalls sporadischen Kontakt. Wegen der Spielpause ist auch das wichtige gesehen-und gesehen-werden auf den Fußball-Plätzen unmöglich geworden. Wie weit sich das auf die Trainer- oder Spielermarkt ausgewirkt hat, mochte Marcel Beckmann nicht beurteilen. Zwar habe ihn aktuell niemand, außer den Gau-Heppenheimern, als Trainer angefragt, was aber keine Rückschlüsse auf den Markt zulasse. Erfahrungsgemäß sei in der Szene bekannt, dass er sich nunmehr seit Jahren am Hornberg wohlfühle und auch als vereinstreu gelte. Daher wurde er auch in Nicht-Corona-Zeiten kaum von anderen Klubs zwecks Wechsel konsultiert.

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Corona-Krise erschwert die Personalplanungen

Nun ist Marcel Beckmann in der Position, sich um die Vorbereitung des Kaders für die Spielzeit 21/22 zu kümmern. „Möglichst sollen alle bleiben, die da sind“, sagt der Trainer. Darüber hinaus habe er bereits im Oktober mit dem einen oder anderen potenziellen Zugang Kontakt aufgenommen. „Glücklicherweise“, findet er. Unter den nun herrschenden Corona-Bedingungen sei es schwierig, Personalangelegenheit zu klären.

Überhaupt sei das Fußball-Geschäft in den kommenden Wochen und Monaten mit vielen Unbekannten versehen. Keiner wisse, wie die Spieler die lange Pause überstanden haben. Ob sie überhaupt weitermachen und in welchem Fitnesszustand sie sind. Auch auf Vereinsseite sei mit Überraschungen zu rechnen. Noch kann niemand ermessen, wie einzelne Klubs die Krise wirtschaftlich verkraften.

Vor dem Hintergrund, sagt er, war es RWO Alzey/TuS Gau-Heppenheim und ihm wichtig, dort Sicherheit zu schaffen, wo sie Sicherheit schaffen können. Den ersten Schritt haben sie mit der Verlängerung ihrer Kooperation getan.