Denkt der TuS Framersheim an den Landesliga-Aufstieg?

Gegen den VfL Gundersheim landete der TuS Framersheim gleich am ersten Spieltag einen Achtungserfolg. Im Bild Gundersheims Philip Wesner gegen Andreas Leimer. Foto:  pakalski-press/Axel Schmitz

Der Fußball-Bezirksligist hat das Ticket für die Aufstiegsrunde gelöst. Theoretisch wäre damit der Weg frei in die Landesliga. Doch Trainer Jan Höngen hat andere Ziele.

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FRAMERSHEIM. „Die Mannschaft kann stolz auf sich sein“. Das sagt Jan Höngen, der Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Framersheim. Für die Hornberger hat die Winterpause bereits begonnen.

Entspannt können sie die kommenden Wochen genießen. Als Tabellendritter sind sie in die Aufstiegsrunde zur Landesliga eingezogen. Ein toller Erfolg. Und ein beruhigender dazu. Mit dem Abstieg haben sie definitiv nichts mehr zu tun in dieser Spielzeit. Selbst wenn die weiteren acht Spiele, die im nächsten Jahr zu absolvieren sind, verloren gingen: TuS Framersheim wird in der kommenden Spielzeit 22/23 Bezirksliga spielen. Mindestens.

Die Elf um Kapitän Jonas Beckenbach könnte sich aber auch noch für die Landesliga qualifizieren. Theroretisch wenigstens. Denn praktisch, vermutet Jan Höngen, ist das fast ein Ding der Unmöglichkeit. Aus seiner Sicht wird im nächsten Sommer der VfL Gundersheim einen der vordersten Plätze belegen. „Die sind eine Klasse für sich“, sagt Höngen: „Und dann muss man noch sehen, wie sich die Mainzer Mannschaften schlagen“.

Sein Team sieht Jan Höngen (noch) nicht reif für den Sprung in die Landesliga. Seine Prämisse in den zurückliegenden zwölf Spielen war es, junge Spieler ins Team zu integrieren. „Da haben wir einen Riesenschritt gemacht. Auch in Sachen Zusammenhalt. Da müssen wir weitermachen“, avisiert der Ex-Lauterer.

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Mit der Qualifikation für die Aufstiegsrunde wurde der Grundstein gelegt, dass dieser Prozess ohne den absoluten Druck des Siegen-Müssens weitergeführt werden kann. Aber auch wenn es in diesen Pflichtspielen im Frühjahr um nichts mehr geht: Ehrgeiz erwartet Jan Höngen trotzdem von seinen Spielern. Spannend wird, zu sehen, ob sie ihm folgen, wenn es 640 Spielminuten lang mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur um die goldene Ananas geht.

In der nun abgeschlossenen Hauptrunde haben sie sich zumindest schon mal mächtig ins Zeug gelegt. Dem Kantersieg im Pokal über RWO Alzey folgten die Unentschieden gegen Gundersheim und Horchheim – Ergebnisse, die aufhorchen ließen. Aber auch die Enttäuschung gegen den TV Freimersheim. „Danach spürten wir Druck“, sagt Höngen. Es bedurfte einer letzten Kraftanstrengung, um das Etappenziel, den Einzug in die Aufstiegsrunde, zu erreichen.

21 Punkte, mit sechs Siegen und drei Unentschieden erspielt, stehen nun in der Abschlussbilanz. Dazu 32 Tore, von denen ein Viertel auf das Konto von Tim Malkmus gehen. Der Stürmer, sagt Jan Höngen, ist der Spieler seines Kaders, der in den vergangenen Wochen den größten Leistungssprung nach vorne gemacht hat. Imponiert haben ihm aber auch die Jungen, die zweifellos über Bezirksliga-Niveau verfügen.

Der neue Modus mit Hauptrunde und anschließenden Play-offs sagt Jan Höngen zu: „Ich finde das System gut“, sagt er. „Ich spiele seit 28,29 Jahren Fußball. Da war das mal etwas erfrischend anderes“.