Spannendes Hessenderby geht an die Roten Teufel

Der Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat ein packendes Hessenderby bei den Kassel Huskies in der Overtime noch gewonnen. Das entscheidende Tor gelang dabei Julian Chrobot.

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KASSEL. Auch ohne Zuschauer lieferten sich die Kassel Huskies und der EC Bad Nauheim am Sonntagabend in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) 2 das erwartet packende Hessenderby. Nach der regulären Spielzeit hieß es 3:3 (1:1, 2:1, 0:1), ehe die Roten Teufel in der Overtime nach einem Konter durch den zweifachen Torschützen Julian Chrobot den entscheidenden Treffer erzielten.

Zunächst ein perfekter Start für die Wetterauer: Gleich der erste Angriff führte nach genau einer Minute zur Führung der Gäste durch James Arniel nach einem starken Pass von Cason Hohmann. Kassel benötigte anschließend einige Zeit, um sich von diesem frühen Rückstand zu erholen. Nachdem Andreas Pauli freistehend vor Gerald Kuhn das 2:0 auf dem Schläger hatte, kamen auch die Nordhessen zu ihren ersten Chancen. Doch dazwischen gabe es auch immer wieder gefährliche Konter der Gäste, die mit ihren Nadelstichen für viel Unruhe in der Kasseler Defensive sorgten.

In der 14. Minute war es dann die Klasse von Marcel Müller, die zum Ausgleich führte. Mit einer feinen Einzelleistung über wand der aus Köln ausgeliehene DEL-Spieler EC-Schlussmann Felix Bick. Die Bad Nauheimer wollten direkt antworten, aber Arniel, der den Puck nicht an Kuhn vorbei bringen konnte und Mick Köhler. dessen Querpass nicht ankam, beendeten ein erstes Drittel mit hochkarätigen Möglichkeiten auf beiden Seiten.

Auch der zweite Abschnitt begann sofort erfolgreich für den Gast. Nach diesmal 66 Sekunden beförderte Julian Chrobot die Scheibe zum 2:1 ins Netz. Danach dann zwei unglückliche Videobeweis-Entscheidungen der Unparteiischen für den EC. Erst wurde das mögliche 3:1 von Stefan Reiter wegen Torraum-Abseits nicht anerkannt, nur eine Minute später erzielte wiederum Müller den Ausgleich für die Huskies, wobei Simon Gnyp und Keeper Bick nach Video-Beweis "gemeinsam" den Puck ins eigene Tor befördert hatten. Als dann gleich zwei Bad Nauheimer Spieler auf der Strafbank saßen, markierte Troy Rutkowski durch Direktabnahme das 3:2 für die Nordhessen.

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Im Schlussdrittel hatte Kassel die Partie über weite Strecken im Griff. Gut zwei Minuten vor der Schlusssirene gingen die Gäste volles Risiko und nahmen ihren Goalie vom Eis. In Überzahl gelang durch Neuzugang Kelsey Tessier 31 Sekunden vor Schluss der 3:3-Ausgleich, der die Verlängerung bedeutete.