Adler Mannheim vergeben ersten Matchball

1:4 bei den Straubing Tigers nach konfusen 121 Sekunden, erste Niederlage in den Play-offs. Adler können mit Sieg im Heimspiel am Karsamstag Halbfinale perfekt machen.

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MANNHEIM. Die Viertelfinal-Serie zwischen den Mannheimer Adlern und den Straubing Tigers in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ist seit Donnerstag wieder eng. Die Kurpfälzer bezogen in Spiel drei eine 1:4 (0:0, 1:3, 0:1)-Niederlage bei den Niederbayern und verpassten so den schnellen Einzug ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Begegnung vier der Best-of-five-Serie steigt nun am Samstag um 19 Uhr in der Mannheimer SAP-Arena. Gewinnen die Adler, sind sie weiter, verlieren sie, kommt es am Ostermontag zum entscheidenden fünften Duell in Straubing.

„In den Play-offs geht es um die Kleinigkeiten, den Kampf um die Scheibe und um richtig zu spielen. Das haben die Tigers getan“, blickte Adler-Trainer Bill Stewart auf die Partie am Gründonnerstag zurück. Der finnische Verteidiger Joonas Lehtivuori erklärte: „Wir haben nicht das gespielt, was wir in den ersten beiden Begegnungen gespielt haben. Straubing hat zwei Powerplay-Treffer erzielt. Wir waren wir fast immer einen Schritt zu spät.“

Im ersten Drittel erspielten sich die Mannheimer gute Chancen. Florian Elias (3.), Sinan Akdag (6., 9.) und Jordan Szwarz (9.) hatten den Führungstreffer auf dem Schläger. Die Straubinger zeigten zu Beginn des zweiten Abschnitts, wie es besser geht. Innerhalb von 121 Sekunden schlugen die Tigers dreimal zu. Taylor Leier gelang in Überzahl das 1:0 (21.), kurz darauf traf Kael Mouillierat, und erneut in Überzahl erzielte Jason Akeson das 3:0 (23.) für die Niederbayern. Die Adler verkürzten zwar nur wenig später auf 1:3 durch Borna Rendulic, doch im Angriff lief es in der Folge nicht mehr so gut wie in der Anfangsphase. Matthias Plachta hatte mit einem Lattentreffer Pech (52.). Letztlich machte Michael Connolly mit dem 4:1 (59.) den Straubinger Erfolg perfekt.

„Wir haben zu viele Strafzeiten kassiert. Wenn wir das abstellen, geben wir uns selbst gute Chancen auf einen Sieg“, befand Adler-Torschütze Rendulic und sagte mit Blick auf Samstag: „Wir wollen den Sack nun zumachen.“ Coach Bill Stewart ergänzte: „Die Spiel am Samstag wird sehr interessant und intensiv, denn es zwei absolut ausgeglichene Mannschaften.“

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Tore: 1:0 Leier (20:45), 2:0 Mouillierat (21:30), 3:0 Akeson (22:46), 3:1 Rendulic (26:31), 4:1 Connolly (58:38). – Schiedsrichter: Bruggeman/ Schukies (USA/Herne). – Zuschauer: 5635. – Strafminuten: 8:12.