Adler holen sich Spiel drei

Luke Adam (vorne links) sorgte mit dem 3:1 nach etwas mehr als 27 Minuten für kollektive Glücksgefühle in der SAP Arena.Foto: Gerold  Foto: Gerold

Die Adler haben Spiel drei der Play-off-Viertelfinale-Serie gegen die Eisbären Berlin gewonnen und sind in der Best-of-Seven-Serie mit 2:1 in Führung gegangen. Am Mittwoch...

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MANNHEIM. Die Adler haben Spiel drei der Play-off-Viertelfinale-Serie gegen die Eisbären Berlin gewonnen und sind in der Best-of-Seven-Serie mit 2:1 in Führung gegangen. Am Mittwoch steigt Spiel vier in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin. Am Freitag treffen sich beide Mannschaften zu Spiel fünf wieder in Mannheim.

Den Adlern ist am Sonntagnachmittag von Beginn an anzumerken, dass sie die 3:6-Niederlage aus Spiel zwei vom Freitagabend in Berlin ausmerzen wollen. Die Heimmannschaft feuert vor 13 600 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena aus allen Rohren, ist das deutlich aktivere Team und setzt die Gäste aus Berlin unter immensen Druck. Nach 17 Minuten haben die Statistiker 18:3 Schüsse gezählt, nach dem ersten Drittel sind es 20:4. Die erste Belohnung auf dem Videowürfel gibt es in der sechsten Minute, als Brent Raedeke die Führung für Mannheim erzielt. Ansonsten können sich die Eisbären bei ihrem Keeper Petri Vehanen bedanken, der Mannheimer Chancen gleich im Dutzend entschärft.

Dennoch: Die Eisbären finden nach dem Rückstand besser in die Partie, können das Geschehen auf dem Eis nun deutlich ausgeglichener gestalten. Louis-Marc Aubry erzielt schließlich in der zwölften Minute mit einer feinen Einzelaktion den Ausgleich, als er erst durch die Adler-Abwehr hindurch tänzelt und Dennis Endras im Mannheimer Kasten final tunnelt.

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Es ist in diesem Moment die zweite Chance des Spiels für die Berliner, die sich damit deutlich effizienter präsentieren als die Hausherren. Die Adler können ihre eigenen Nerven aber noch vor dem ersten Seitenwechsel beruhigen, weil die Eisbären sich bei eigener Überzahl ziemlich stümperhaft anstellen und deshalb plötzlich mit Drei gegen Vier verteidigen müssen. Die Gastgeber nutzen den Platz auf dem Eis hervorragend aus, Topscorer Chad Kolarik besorgt in der 19. Minute die 2:1-Führung.

Im Mitteldrittel knüpfen die Adler an die starke Leistung aus Durchgang eins an, die Gäste tun aber auch mehr fürs Spiel. Genau in eine Phase hinein, als die Eisbären am Ausgleich schnuppern, fällt die 3:1-Führung der Adler. Kolarik wittert Luke Adam am langen Pfosten, der hart und platziert aus kurzer Distanz das 3:1 markiert (28.). 35:9 Schüsse nach 40 Minuten sprechen weiter eine deutliche Sprache zugunsten der Adler.

Es hätte aber auch enger in die Pause gehen können, aber Kyle Wilson weigert sich, ein Scheiben-Geschenk von Danny Richmond anzunehmen und zielt frei vor Endras an den Pfosten (37.). Im Schlussdrittel halten die Adler das Tempo weiter hoch, von Berlin kommt hingegen offensiv lange zu wenig. Erst Nicholas Petersen (49.) bläst zur Schlussoffensive. Ein einziger Treffer – und die Adler könnten beginnen zu wackeln. Und genauso kommt es: Florian Busch macht es in der 54. Minute mit dem 2:3 wieder spannend. Die Eisbären nehmen Keeper Vehanen 90 Sekunden vor Schluss vom Eis, bringen sich mit einer Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis aber selbst um die Chance des Ausgleichs. Die Adler bringen so eine Partie, die sie dominiert haben, aber früher hätten entscheiden müssen, über die Zeit.