VW probiert es mit „T-Roc and Roll“

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Der neue Volkswagen T-Roc wird als "kleiner Bruder" des Tiguan vermarktet. Der wiederum verkauft sich prächtig. Foto: Volkswagen

Modelloffensive bei VW: weltweit will die Marke innerhalb der nächsten Jahre sein Sortiment an SUVs auf 19 aufstocken und 40 Prozent des Unternehmensumsatzes mit dieser...

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. Als Briefmarkensammler ist man nur dann glücklich, wenn man von einer Serie ein Exemplar jedes Motivs in sein Album einsortiert hat. Gäbe es die Sammeldisziplin „Autos“, würde man hier Platz- und wahrscheinlich auch Geldprobleme bekommen, wenn man in naher Zukunft von jedem Volkswagen-SUV-Modell ein Fahrzeug in der Garage stehen haben wollte. In der, so Volkswagen-Markenvorstand Dr. Herbert Diess, größten Modelloffensive in der Geschichte des Unternehmens soll die Zahl der SUV-Angebote weltweit auf 19 steigen – und das nicht irgendwann, sondern „in wenigen Jahren“. Die Wolfsburger, zuletzt und noch aktuell arg gebeutelt von „Dieselgate“, sehen eine goldene Zukunft für diese Fahrzeuggattung voraus. So gebe es, sagt Diess, Studien, dass sich der Anteil der SUVs am Gesamtmarkt innerhalb der nächsten zehn Jahre um 50 Prozent erhöhen werde.

Darf es ein bisschen weniger sein?

Dass es sich bei den SUV-Erfolgsvorhersagen um mehr als graue Theorie handelt, zeigt bei VW der Erfolg des Tiguan. Längst hat sich das Modell zum zweiterfolgreichsten der Marke nach – natürlich – dem Golf gemausert. Nach dem Motto „Darf es ein bisschen weniger sein“, stellt VW dem Tiguan einen kleinen Bruder zur Seite: den T-Roc. Denn es wollen zwar immer mehr Kunden einen SUV vor der Haustür oder in der Garage stehen haben, der aber soll nicht die Ausmaße haben, als hätte man ein Surfbrett oder eine komplette Bowlingbahn zu transportieren. „Small is beautiful“ lautet die Devise. Und VW liefert. Zunächst mit dem T-Roc, der mit 4,23 Metern Länge 23 Zentimeter kürzer ist als der Tiguan (und, nebenbei bemerkt, sogar etwas kürzer als der Golf). 2018 folgt dann sogar ein noch kleineres SUV auf Polo-Basis, das (bislang) T-Cross heißt.

Mehr Gepäckraum als die Kollegen

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Man muss kein Hellseher sein, um vorherzusagen, dass der T-Roc trotz seines unerklärlichen Namens (wer denkt sich so etwas eigentlich aus?) ein Riesenerfolg für VW werden dürfte. Das kompakte SUV sieht nicht nur richtig gut aus, er verspricht den Kunden – zumindest von der Papierform her – eine ausgezeichnete Funktionalität. Das Gepäckraumvolumen von 445 Litern sei das beste seiner Klasse, sagte Diess bei der Weltpremiere des T-Roc am Comer See. Dass das kompakte SUV auch genügend Platz für fünf (Mit-)Fahrer bietet, verstehe sich von selbst.

Den T-Roc wird es in drei Benziner- und drei Diesel-Varianten geben, wobei die Leistungsdaten jeweils identisch sind. Der Kunde hat die Auswahl zwischen je einem 85 kW/115 PS-, 110 kW/150 PS- und 140 kW/190 PS-Triebwerk. Allradantrieb ist bei der mittleren Leistungsstufe optional, bei der Top-Motorisierung Serie – „T-Roc and Roll“, sozusagen. Nur die Kunden mit dem 115-PS-Motor unter der Haube müssen sich grundsätzlich mit Frontantrieb begnügen.

Einstiegspreis um die 20.000 Euro

Obwohl der T-Roc sowohl bei den Assistenz- und Sicherheitssystemen als auch in Bezug auf die digitale Vernetzung neue Maßstäbe setzen soll, will VW den Neuzugang in der Basisauführung für, so Diess, „um die 20.000 Euro“ vermarkten.