Škodas Scala: Auf dem Weg zur Spitze der Beliebtheitsskala

aus Im Auto Mobil

Thema folgen
Škoda Vorstandschef Bernhard Maier präsentiert bei der Weltpremiere in Tel Aviv das neue Kompaktmodell Scala.

In der Kompaktklasse gibt es einen neuen Star: den Škoda Scala, der den Rapid ablöst. Jetzt feierte der Hoffnungsträger der Tschechen in der israelischen Metropole seine...

Anzeige

. Von Ken Chowanetz

Mitunter ist es schon ein wenig seltsam, welche Assoziationen Autohersteller bemühen, um zu erklären, wie der Name für ein neues Modell entstand. Nehmen wir den Škoda Scala. Scala, erläuterte Škoda-Vertriebsvorstand Alain Favey, sei das lateinische Wort für Treppe oder Leiter. Der neue Star im Kompaktwagensegment solle es, so Favey, den Nutzern ermöglichen, die nächste Stufe im Leben zu erreichen. Und weiter, nicht ganz ohne Pathos: „Der Scala ist ein Auto für Menschen, die das Leben umarmen.“ Wie viel einfacher wäre es doch gewesen, darauf zu verweisen, dass einer uralten Tradition zufolge erfolgreiche Autonamen aus fünf Buchstaben, zwei davon Vokale, bestehen. Nicht nur Manta, Focus und Käfer lassen grüßen, auch der direkte Vorgänger des Scala, der Škoda Rapid.

Vom Volumenhersteller zum Global Player

Noch einfacher aber wäre diese Ansage gewesen: Scala ist einfach ein schöner, ein glanzvoller Name. Und der wiederum passt zu der Neuvorstellung, in die Škoda in mehr als einer Hinsicht große Hoffnung setzt. Einerseits soll der Scala natürlich im Bereich der Kompaktklasse, einem der wenigen Segmente, das dem SUV-Boom noch einigermaßen Paroli bieten kann, zum Škoda-Ziel beitragen, sich bis Mitte, spätestens aber bis Ende der 20er Jahre, vom Volumenhersteller zum Global Player gewandelt zu haben. Andererseits zeigt der Scala die neue Formensprache der VW-Tochter und zeigt, wohin die Reise in den nächsten Jahren in optischer Hinsicht gehen soll. Um nur ein Beispiel zu nennen: Das Škoda-Logo am Heck hat beim Scala ausgedient. Stattdessen wird der Name der Marke selbstbewusst in gar nicht einmal so kleinen Buchstaben an der Heckklappe genannt.

Anzeige

Mehr als einmal bei der Scala-Präsentation im ungewohnt regnerischen Tel Aviv wurde die Škoda-DNA bemüht, die der Scala in jeder Hinsicht perfekt erfülle. So sei, typisch für die Tschechen, das Platzangebot enorm. Bei 4,36 Metern Länge und einem Radstand von 2,65 Metern beträgt die Kniefreiheit hinten üppige 73 Millimeter. Die Kopffreiheit mit 982 Millimetern sei die größte in dieser Klasse, behauptet Škoda. Und auch einen Gepäckraum wie den des Scala (467 Liter, erweiterbar auf 1410 Liter) suche man bei einem Kompaktwagen vergleichbarer Länge anderswo vergeblich.

“Simply Clever“-Lösungen sind mit an Bord

Ein zweiter Bestandteil der Škoda-DNA, das „Simply Clever“-Element, erfüllt der Skala sowohl bei Einzellösungen wie der erstmals in dieser Klasse angebotenen elektrischen Heckklappe mit Tip-to-Close-Funktion, aber auch im Gesamtpaket. Die neueste Infotainment-Generation mit freistehendem, hoch positioniertem Bildschirm, das optionale Virtual Cockpit mit dem größten Display seiner Klasse (10,25 Zoll) und neue, weitreichende Konnektivitätslösungen mit automatischen Aktualisierungen werden der Konkurrenz, die ja dem Scala etwas entgegensetzen muss, ordentlich Kopfschmerzen bereiten.

Bei den Antrieben geht es hingegen konventionell zu. Wenn der Scala im nächsten Frühjahr in den Handel kommt, hat der Kunde die Wahl zwischen drei TSI-Benziner-Triebwerken und einem Diesel, die eine Leistungsspanne zwischen 70 kW/95 PS und 110 kW/150 PS abdecken. Später im Jahr 2019 gesellt sich noch ein Erdgas-Antrieb dazu. Von einem Plug-in-Hybrid oder gar einem Elektrofahrzeug war hingegen bei der Weltpremiere nicht die Rede. Aber davon: Von diesem Jahr bis 2020 will Škoda nach den Worten von Vorstandschef Bernhard Maier 20 neue Fahrzeuge auf den Markt bringen oder hat das bereits getan. Neun von ihnen sollen (auch) elektrisch angetrieben werden.