Opel Insignia in der Farbe der Lieblingskrawatte

aus Im Auto Mobil

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Auch von Continental veranstaltete Fahrertrainings sollen das Bewusstsein für den richtigen Reifendruck und ausreichendes Profil beim Pneu schärfen. Foto: Continental

Niemand möchte ein Auto von der Stange haben. Muss er ja auch nicht. Die Hersteller, ob sie nun in Europa oder Asien beheimatet sind, haben die Individualisierung längst als...

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. Natürlich macht der Individualisierungstrend bei den Farben nicht halt. Da jedoch bei kaum einem Hersteller mehr als ein Dutzend Lack-Optionen zur Verfügung stehen, sind die Möglichkeiten hier begrenzt. Eigentlich, denn inzwischen kann der Kunde oft auch zwischen Farbkombinationen wählen: Das Dach wird dann in einem anderen Ton „bemalt“ als der Rest der Karosse. Dank den Zaubern der Mathematik, Stichwort Multiplikation der Optionen, entstehen so Hunderte von Farbpaaren – und lässt man die Mathematik weiter werkeln und bietet zusätzlich die Option an, die Außenspiegel in Wagenfarbe zu gestalten oder nicht, können es auch Tausende werden.

Nahezu jede Farbnuance ist möglich

Egal, wie viele Farbkombinationen man anbietet – irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Bisher, denn Opel startet beim Insignia ein Angebot, das man als gelegentlicher oder gewohnheitsmäßiger Rolls-Royce-Käufer nur von der britischen Nobelstmarke kannte: Das neueste Rüsselsheimer Flaggschiff kann in nahezu jeder Farbnuance lackiert werden, die sich der Kunde wünscht. Erstaunlich sind die Anwendungsgebiete dieses Angebots, wie sie sich die Opel-Kreativen im wahrsten Sinne des Wortes ausmalen. „Ob das Auto zum Ton der Lieblingskrawatte passen oder eine bestimmte Augenfarbe widerspiegeln soll“, heißt es in dem Pressetext, „die Experten von Opel Exclusive sind in der Lage, jede erdenkliche Lacknuance gemäß Bildvorlage zu komponieren“.

Drei von vier Neuwagen sind silber, schwarz oder weiß

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Natürlich ist den Komponisten viel Glück zu wünschen – auch wenn es ein wenig dekadent anmutet, sich ein Auto passend zur Krawatte zuzulegen (und was macht man, wenn man zwei Lieblingskrawatten hat? Zwei Autos kaufen?). Es wird aber spannend zu beobachten sein, wie viele der Neuwagenkunden sich tatsächlich vom Farb-Einerlei (okay: Farb-Vielerlei) wegbewegen. Auch wenn die Farbpaletten der Hersteller ständig ausgeweitet werden, entschieden sich im vergangenen Jahr 75 Prozent der Neuwagenkäufer für ein silbernes, schwarzes oder weißes Auto (Quelle: Herstellerverband VDA).

Wie steht es mit dem Wiederverkauf?

Einer der Gründe liegt auf der Hand: Das Auto, das ich mir in nächtelangen Konfigurationssitzungen zusammengestellt habe, mag ja für mich maßgeschneidert sein und meinen Typ exakt widerspiegeln. Was aber, wenn es daran geht, das Fahrzeug (egal, ob früher oder später) zu verkaufen? Je universeller ausgestattet das Auto, desto größer die Zahl der potenziellen Interessenten. Und während die Wiederverkaufsfrage bei einem Kleinwagen vielleicht nicht die entscheidende Rolle spielt, hat sie für den Insignia-Kunden eine deutlich höhere Wertigkeit.

Wer hat schon eine silberne Krawatte?

Ob umgekehrt der farblich zur Lieblingskrawatte passende Insignia eine große Chance auf dem Gebrauchtwagenmarkt hat, hängt also davon ab, welche Farbe diese Lieblingskrawatte und damit der Wagen hat. Immerhin: Bei schwarzen, silbernen oder weißen Bindern sollte es keine Probleme geben...