Maybach S 650 Cabriolet: Mehr Luxus geht nicht

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Noch luxuriöser alsdas Luxus-Cabrio der S-Klasse: Das Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet. Foto: Mercedes

Man gönnt sich ja sonst nichts: Im mondänen Beverly Hills feierte jetzt das Mercedes-Maybach S 650 Cabrio seine Weltpremiere. Nur 300 Stück des Traumautos werden produziert...

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. Stellen wir uns einmal vor, es gäbe keine Mehrwertsteuer in Deutschland (ja, ist schwierig, ich weiß). Dann hätte der Glückliche, der vor ein paar Wochen den Eurojackpot geknackt und 90 Millionen gewonnen hat, bei Mercedes-Chef Dieter Zetsche anrufen können (unser Glückspilz wäre mit seinem Anliegen zu ihm durchgestellt worden, da bin ich sicher) und locker sagen können: „Ich kaufe Euch die komplette Produktion des Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet ab.“ Von dem Luxus-Luxusauto wird es nur 300 Exemplare geben, von denen jedes 300.000 Euro (netto, aber in unserem Gedankenspiel ist das ja gleich brutto) kosten soll. Macht summa summarum exakt jene 90 Millionen Euro, die wiederum dem Rekordjackpot entsprechen.

Nun könnte jemand einwenden: Nette Idee – aber was ist mit den Extras, die ja den Preis eines Autos erst richtig in die Höhe treiben? Tatsache ist: Um Sonderausstattungen muss man sich beim Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet keine Sorgen machen. Das Wägelchen ist, wie der Amerikaner sagt, „fully loaded“. Sämtliche Sonderausstattungen des S-Klasse-Cabrios seien bei der Maybach-Variante serienmäßig an Bord, heißt es in der Pressemitteilung. Klingt großzügig, ist es aber nicht wirklich. Das teuerste „normale“ S-Klasse Cabrio, der Mercedes AMG S 65, kostet gut 85.000 Euro weniger als das mit 463 kW/630 PS gleich motorisierte Maybach-Pendant S 650 (böse Zungen würden jetzt sagen: Ziemlich viel Geld für eine Null, die den Unterschied zwischen 65 und 650 ausmacht). Dafür kann man schon noch das eine oder andere Extra spendieren.

Aber natürlich ist die Maybach-Variante mehr als nur eine gepimpte „normale“ S-Klasse. Die Open-Air-Limousine strahlt sozusagen mit jeder Pore den puren Luxus aus. Beispielsweise sind die serienmäßigen Zierteile in designo Mognolie Nussbraun – entweder mit sogenannten Flowing Lines oder in einer hochglänzenden Ausführung – außerhalb der Maybach-Cabriolet-Welt nicht für Geld und gute Worte zu haben. Exklusivität versprechen auch neun zusätzliche Farbkonzepte im Interieur – von Pastellgelb/Schwarz bis Porzellan/Sattelbraun.

Aber was soll das? Ein verchromter Cupholder trägt den Schriftzug „1 of 300“. Warum wurde hier nicht jedes Auto mit einer Seriennummer zwischen 1 und 300 versehen? Der Gedanke, dass das Maybach-Cabriolet meines Mitkäufers aus, sagen wir: Abu Dhabi, den gleichen Schriftzug auf dem Cupholder vorfindet wie ich, lässt den Exklusivitätsgedanken dann doch ein wenig verblassen.

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Punkten dürfte Mercedes hingegen mit dem Reisetaschen-Set „Maybach – Icons of Luxury“, das jedem S 650 Cabriolet als kleine Zugabe beigefügt wird. Die beiden großen Reisetaschen und zwei Lifestyle-Taschen sind aus original Fahrzeugleder gefertigt. Die Taschen können, schreibt Mercedes, mit Schnallen fest miteinander verbunden werden, um den Platz im Kofferraum optimal auszunutzen. Das ist auch nötig, denn bei der Präsentation in Beverly Hills (man gönnt sich ja sonst nichts…) machte es nicht unbedingt den Eindruck, als wäre im Kofferraum des Maybach-Cabrios bei versenktem Verdeck viel Platz…

Für alle, die angesichts der geschilderten Exklusivitätsmerkmale ein wenig enttäuscht sind („Ist DAS schon alles?“): Nein, ist es natürlich nicht. Aber es würde den Rahmen sprengen, auf alle Besonderheiten des edlen Maybach-Cabriolets einzugehen. Obwohl: Einen habe ich noch: Mit dem Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet wird eine Urkunde geliefert, die von Dieter Zetsche unterschrieben ist. Wenn dieser Urkunde nicht gerahmt ein Ehrenplatz im Wohnzimmer sicher ist, dann weiß ich nicht…

Übrigens: Interessenten müssen sich mit dem Lottogewinn beeilen. Angeblich ist ein Großteil der 300 Mercedes-Maybach S 650-Cabrios bereits reserviert.