Ein erster Blick auf in die neue A-Klasse

aus Im Auto Mobil

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Erstaunlich konservativ ist Mercedes beim Angebot der Außenfarben bei der neuen A-Klasse (im Bild die ersten vier "Spalten"). Außer weiß, grau und schwarz in verschiedenen Schattierungen gibt es als Farbtupfer zunächst lediglich gelb oder rot

Im nächsten Jahr kommt die nächste Generation der A-Klasse auf den Markt. Daimler gewährte jetzt schon einmal einen ersten Blick auf, pardon, in den Wagen.

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. Für Auto-Pressepräsentation geht es ziemlich geheim zu am Veranstaltungsort in der Nähe des Stuttgarter Flughafens. Bevor die aus ganz Europa angereisten Journalisten zu der A-Klasse vorgelassen werden, müssen sie nicht nur unterschreiben, nie nicht niemals auf keinen Fall vor einem bestimmten Termin über das zu berichten, was sie anschließend zu sehen und zu hören bekommen werden. Die Leinwand-Präsentation darf nicht abfotografiert werden, weil man – knickknack, Sie wissen schon – nicht die Rechte an allen in diesem Zusammenhang gezeigten Bildern habe. Bevor man das Auto selbst zu Gesicht bekommt, wird die Kameralinse des Smartphones abgeklebt (obwohl: wenn man, wie selbst getestet, vorgibt, dass das Smartphone eine Aufkleberallergie habe, darf man, nachdem man versprochen hat, das Gerät ganz, ganz ehrlich in den nächsten Minuten nicht aus der Tasche zu nehmen, dann doch die Sicherheitskontrolle passieren). Abgeklebt ist auch das Fahrzeug der A-Klasse – und zwar gründlich. Schließlich geht es bei dieser Veranstaltung noch nicht darum, das Gesamtpaket zu begutachten. Thema des Tages ist vielmehr, sich mit der Innenraumgestaltung, dem Interieur Design, auseinanderzusetzen.

Neues Konzept für den Innenraum

Auch wenn es die Zeilen bis hierhin nicht unbedingt erahnen lassen: Die Interieur-Präsentation erweist sich als durchaus beeindruckend. Nachdem sich die A-Klasse der dritten Generation 2012 äußerlich radikal von ihrem Vorgänger entfernte und Mercedes bei ihr sowohl den seinerzeit revolutionären Sandwichboden als auch das Minivan-Konzept zugunsten eines sportlichen Kompaktwagens aufgab, ist nun bei der 4. Generation eine kaum minder radikale Umgestaltung des Innenraums an der Reihe. Das wird bei der ersten Begegnung mit dem neuen Interieur-Konzept nicht unbedingt sofort deutlich, auch wenn die Idee, die Cockpitanzeigen in zwei nebeneinanderliegenden tabletförmigen Bildschirmen unterzubringen, natürlich auf den ersten Blick auffällt. Welche umfangreiche Detailarbeit die Designer leisteten, lässt sich am besten in der virtuellen Realität erkunden. Dafür wird die VR-Brille aufgesetzt – und je nachdem, worauf die Augen fokussieren, werden die Unterschiede zwischen alter (soll heißen: aktueller) und neuer (soll heißen: künftiger) Innenraumgestaltung deutlich. Der Rundumblick wird spürbar erweitert, beim Schulterblick wirken die hinteren Sitze wie um viele Zentimeter nach hinten versetzt und beim Blick auf die Konsolen fühlt man sich eher wie ein Pilot als ein Autofahrer. Gefühle sind das eine, harte Fakten das andere: Der Schulterraum erhöht sich vorne um 9, hinten gar um 22 Millimeter, die Ellenbogenbreite vorn um 35, hinten um 36 Millimeter, das nutzbare Kofferraumvolumen steigt um 29 auf 370 Liter. Die Ladeöffnung fällt dank zweigeteilter Heckbeleuchtung um 20 Zentimeter (nicht Millimeter!!) breiter aus und der Boden des Kofferraums ist 11,5 Zentimeter länger. Auch das Gefühl der verbesserten Rundumsicht trügt nicht. Sie wurde um rund zehn Prozent verbessert. Wie man das misst: Man addiert die Bereiche, bei denen man – vorne, hinten, seitlich – aus dem Auto herausschauen kann, zu einer Gradzahl, die man in Relation zu einer 360-Grad-Rundumsicht setzt.

Farbpalette eher konventionell

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Zwar war das Exterieur der neuen A-Klasse, wie gesagt, eigentlich noch kein Thema. Dennoch stellte Mercedes schon einmal die Farbpalette für die Außenlackierungen vor. Dafür, dass Mercedes mit der A-Klasse angeblich auf ein jüngeres Publikum zielt und seit 2011 den Altersdurchschnitt bei diesem Modell um 13 Jahre senken konnte (in China sei gar, so Dirk Kielhorn vom Daimler-Produktmanagement Compact Cars), lässt es das Unternehmen hier eher gemütlich angehen. Grau, Weiß und Schwarz beherrschen die Auswahl, einzig je eine Rot- und eine Gelb-Option sind zu haben. Eine Jamaika-Koalition aus A-Klasse-Fahrzeugen könnte es also niemals geben, fehlt das Grün…