Altenbamberg: Altenbaumburg

Die Burgruine Altenbaumburg thront über Altenbamberg.

Die Burg oberhalb von Altenbamberg gilt mit ihrer Länge von 140 Metern als eine der größten Burgruinen in Rheinland-Pfalz. Im ehemaligen Palas befindet sich heute ein...

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Altenbamberg. Die Burgruine Altenbaumburg liegt auf einem Bergkamm hoch über dem Alsenztal und dem Ort Altenbamberg im Landkreis Bad Kreuznach. Von der ehemals dreigeteilten Anlage stehen nur noch wenig Reste. Die Zufahrt erfolgt über eine Lücke im Bering der Unterburg. Die Abmessungen der Anlage lassen erahnen, dass sie zu ihrer Glanzzeit zu den größten Burgen von Rheinland-Pfalz gehörte. Die 200 mal 40 Meter messende Ruine aus drei separaten Anlagen, deren bauliche Reste größtenteils aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammen. Die früher von nur wenigen markanten Einzelheiten gekennzeichnete Silhouette der Gesamtanlage wird heute von einem wieder aufgebauten Wohnhaus am Ende des Bergsporns bestimmt.

Die Altenbaumburg ist aufs engste verknüpft mit dem Grafengeschlecht der Raugrafen, das sich um die Mitte des 12.Jh. als eine Seitenlinie der Nahegaugrafen abspaltete. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahr 1112. Sie hatte eine bewegte Geschichte:1621 fiel sie im 30jährigen Krieg an die Spanier, ab 1631 war sie in schwedischer Hand und 1666 wurde sie durch Kurfürst Karl Ludwig erobert. Im Pfälzer Erbfolgekrieg 1689 wurde die Burg von den Franzosen zerstört, 1710 gelangte sie als Lehen an den pfälzischen General Hugo Waldecker von Kempf und 1710 schließlich durch den Frieden von Campo Formio an die Französische Republik, die alles Private veräußert.

Essen im Palais der Ritter

Im ehemaligen Palas ist ein Restaurantbetrieb untergebracht. Das Burgrestaurant Altenbaumburg bietet gutbürgerliche Küche an und hat eine wunderschöne Terrasse mit - natürlich - einer tollen Aussicht. Die Reste einer Kapelle mit Spitzbogenpforte wurden freigelegt. Ein Altar mit Steinkreuz zeigt, dies ist ein sakraler Ort. Vom Bergfried, der direkt neben dem Palas gestanden haben soll ist nichts mehr zu sehen. Durch schmale Pfade und Gestrüpp muß man sich den Weg zur Mittelburg ( in östlicher Richtung ) erkämpfen. Hier findet man noch die Außenmauern eines Wohnbaus und zur Oberburg hin gerichtet eine Schildmauer. Diese ungewöhnliche Absperrung zur Hauptburg ist ein Indiz dafür, dass die drei Burgteile nicht immer die gleichen Besitzer hatten. Von der Mittelburg führt über einen großen Halsgraben eine Stahlbrücke zu Oberburg. Auch hier standen ein Palas und ein Bergfried. Von ersterem zeugen noch Umfassungsmauern mit Resten von Fensternischen, vom Turm nur noch ein kaum erkennbares Fundament.