Viel „Star Trek“ und Tom Cruise: Das bietet Paramount+

Eine Fernbedienung ist auf einen TV gerichtet

Und noch ein Streamingdienst nimmt den Betrieb auf. Mit Paramount+ setzt sich die Fragmentierung beim Video on Demand fort. Was steckt drin, und wer braucht die neue...

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Berlin (dpa/tmn) - . Noch ein Streamingdienst? Ja, noch einer. Seit dem 8. Dezember gibt es Paramount+ auch in Deutschland. Ein Testmonat ist kostenlos, danach werden 7,99 Euro im Monat oder 79,90 Euro im Jahr fällig. Die Streaming-App gibt es für den Web-Browser und die meisten neueren Smart-TV-Plattformen, Streamingboxen und mobile Geräte mit Android und iOS.

Was kann man bei Paramount+ sehen?

Unter anderem populäre Filme wie „Top Gun: Maverick“, die neueren „Star Trek“-Filme, aber auch etliche Klassiker aus dem Paramount-Fundus. Zum Beispiel den Antikriegsfilm „Catch 22“, „Castaway“, „Amistad“ oder die „Beverly Hills Cop“-Reihe. Für Fans von Tom Cruise gibt es die sechs Filme der „Mission Impossible“-Reihe. Andere Klassiker aus dem Paramount-Programm fehlen (noch).

Was für Serien bietet Paramount+?

Viel „Star Trek“. Von der ersten Serie aus den 1960er Jahren über „The Next Generation“, „Deep Space Nine“, „Voyager“, „Enterprise“ und „Discovery“ bis hin zum neuen „Strange New Worlds“ (irritierenderweise nur mit einer neuen Folge pro Woche) ist fast alles dabei.

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Die animierten Serien „The Animated Series“ und „Lower Decks“ sind aber nicht im Angebot enthalten, ebenso wie „Star Trek Picard“. Die dritte Staffel wird im Februar 2023 bei Amazon Prime Video laufen.

Jenseits von „Star Trek“ gibt es Eigenproduktionen - Originals genannt. Etwa „Halo“, eine Adaption des Xbox-Videospiels, die Siedlerserie „1883“, das Gefängnis-Drama „Mayor of Kingstown“, aber auch deutschsprachige Produktionen. Zum Beispiel „Der Scheich“, eine amüsante Hochstapler-Serie.

Und sonst noch?

Es gibt Dokumentationen über den Smithonian-Channel, allerdings mit US-Fokus. Auch einige MTV-Produktionen sind im Katalog enthalten, aber nur wenige Konzertfilme oder Musikerdokus, sondern eher seichte Unterhaltungsformate. Neben dem sehr US-lastigen Angebot gibt es auch eine Abteilung für europäische Filme.

Was steckt für Kinder im Katalog?

Mit zahlreichen Serien von Nickelodeon und Nick Junior gibt es ein umfangreiches Angebot für Kinder und Jugendliche. Zum Beispiel 13 Staffeln „SponeBob Schwammkopf“, „Paw Patrol“, „Peppa Pig“ oder „Paddingtons Abenteuer“. Dazu zahlreiche Filme für größere Kinder und Jugendliche. Über ein Kinderprofil kann man einen eigenen Zugang mit altersgerechten Inhalten einrichten.

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Was ist noch wichtig?

Wie von anderen Diensten gewohnt, gibt es Empfehlungen und Watch-Listen. Aber: Die Empfehlungen bieten höchstens einen kleinen Einblick. Vieles findet man nur über die schlecht sortierten Rubriken oder man muss sich durch Listen von Filmpostern klicken. Manches findet man nur durch gezielte Suche. Die Benutzeroberfläche ist insgesamt unübersichtlich und liefert wenige Zusatzinformationen.

Aktuell sind zwei parallele Streams möglich, 4K-Auflösung und Surround-Sound sollen irgendwann 2023 kommen. Bislang gibt es maximal Full-HD-Auflösung (1920 zu 1080 Pixel) und Stereoton. Im Vergleich zu anderen Anbietern fällt die relativ lange Zeit am Anfang eines Streams auf, bis das Bild in voller Auflösung zu sehen ist. Bis dahin gibt es oft Artefakte und das Bild erscheint unscharf.

Fazit: Da geht noch mehr

Also noch ein Streamingdienst und noch ein Abo? Wer „Star Trek“ und Tom Cruise mag, bekommt bei Paramount+ einiges für sein Geld. Insgesamt über 9000 Stunden Filme und Serien gibt es. Die für Filmrecht-Experten vielleicht ganz klaren, für Abonnenten aber total unverständlichen Lücken im Angebot werden hoffentlich noch gefüllt.

Aber: Die Technik des Streamingdienstes wirkt im Vergleich zu Mitbewerben veraltet, die Benutzeroberfläche ist unkomfortabel. Zusammen mit der vergleichsweise geringen Auflösung und dem fehlenden Raumklang lässt das noch ein wenig zu wünschen übrig.