Warnstreik im öffentlichen Dienst

Eine Fahne der Gewerkschaft Verdi.  Symbolfoto: dpa

Am Dienstag wollen unter anderem Mitarbeiter bei der Feuerwehr, bei der zentralen Bußgeldstelle oder auch in Kliniken ihre Arbeit niederlegen. In Mainz ist eine Kundgebung geplant.

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MAINZ / SAARBRÜCKEN. Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder Rheinland-Pfalz und Saarland wollen an diesem Dienstag in einem ganztägigen Warnstreik die Arbeit niederlegen. "Wir rufen zum "Stay-at-home-Streik" auf", sagte ein Sprecher des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Mit Arbeitsniederlegungen sei unter anderem bei der Feuerwehr, bei der zentralen Bußgeldstelle oder auch in Kliniken zu rechnen, wobei die Notfallversorgung gesichert sei.

Mit Blick auf die steigende Zahl von Corona-Infektionen verzichteten DGB und Verdi auf einen ursprünglich geplanten Sternmarsch durch Mainz. Stattdessen wird in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt nun zu einer Kundgebung am Konrad-Adenauer-Ufer (13 Uhr) aufgerufen. In Saarbrücken ist für 12 Uhr eine Kundgebung vor der Congresshalle geplant.

Gewerkschaften fordern bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld

Für das kommende Wochenende steht in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde zwischen Verdi und weiteren Arbeitnehmervertretungen sowie der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) an. Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten neben besseren Arbeitsbedingungen fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich. Außerdem sollen Auszubildende und Praktikanten monatlich 100 Euro mehr bekommen.

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Die TdL wies die Forderungen bisher als unrealistisch zurück und legte noch kein Angebot vor. Verdi-Landesbezirksleiter Michael Blug kritisierte, dass die Arbeitgeber in den ersten beiden Verhandlungsrunden "kein bisschen auf die Forderungen der Arbeitnehmerseite eingegangen" seien.

Von dpa