US Army suspendiert in Kaiserslautern stationierten General

Warum Michael T. Harvey beurlaubt wurde, bleibt vorerst im Dunkeln. Das Oberkommando sagt nur, aus welchen Gründen das nicht geschah.

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KAISERSLAUTERN. (upg). Einer der höchsten Offiziere der amerikanischen Streitkräfte in Kaiserslautern ist vom Dienst suspendiert worden – bisher ohne öffentliche Angabe von Gründen. Das melden mehrere amerikanische Medien, unter anderem die Truppenzeitung „Stars & Stripes“, unter Berufung auf das Oberkommando der US Army in Europa.

Demnach wurde in der vergangenen Woche Brigadegeneral Michael T. Harvey von seinem Oberbefehl über das „7th Mission Support Command“ beurlaubt, ebenso von seinem stellvertretenden Oberkommando beim übergeordneten „21st Theater Sustainment Command“.

Ein Sprecher wird mit den Worten zitiert, dass gegen Harvey eine Untersuchung laufe, vor deren Ende man keine Aussage über die gegen ihn gerichteten Vorwürfe tätigen werde. Allerdings müsse sich Harvey nicht wegen „krimineller Aktivitäten oder Sicherheitsangelegenheiten“ verantworten.

Harvey, der aus Tennessee stammt, dort unter anderem Wirtschaftswissenschaften studierte und 1991 zur Army ging, hatte das Kommando über die Einheit erst am 29. Juni vergangenen Jahres übernommen. Er war während seiner militärischen Laufbahn zeitweise in Kuwait und im Irak als Offizier eingesetzt. Harvey ist verheiratet und hat vier Kinder. Seine Aufgaben in Kaiserslautern nimmt zunächst Colonel Douglas A. LeVien wahr.

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Das „7th Mission Support Command“ ist seit 2008 in der Daenner-Kaserne in der Pfalz stationiert und umfasst rund tausend Reservisten. Das übergeordnete „21st Theater Sustainment Command“ gilt als ein wichtiger Baustein für die Versorgung der amerikanischen Streitkräfte mit Personalnachschub. Unter anderem werden von Kaiserslautern aus in Polen und Afrika stationierte Einheiten unterstützt.