Spontaner Streik der Busfahrer in Rheinland-Pfalz

Der Busstreik sorgt in Worms immer noch für Ärger. Fahrgäste, die auf den Bus angewiesen sind, warten teils Stunden am Busbahnhof. Foto: pakalski-press/ Andreas Stumpf

Verdi hat am Freitag zum Streik aufgerufen. Betroffen sind unter anderem Mainz, Worms und Bad Kreuznach.

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MAINZ. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) ruft Busfahrer in Rheinland-Pfalz, am Freitag, 15. Oktober, ab 9 Uhr aus dem laufenden Betrieb zum Streik auf. Das gab Verdi in einer Pressemitteilung am Freitagmorgen bekannt. Er endet mit dem Ende der letzten Schicht am selben Tag. Dies hatte Verdi in den vergangenen Tagen immer wieder angedroht und bereits am Mittwoch und Freitag letzter Woche durchgeführt.

Von diesem Streik betroffen sind unter anderem sämtliche Betriebe und Standorte der DB Regio Bus Mitte GmbH (die unter anderem diverse Linien der Mainzer Mobilität bedient), der DB Regio Bus Rhein-Mosel GmbH, der Palatina Bus GmbH, der Stadtbus Bad Kreuznach GmbH, der MB Moselbahn mbH, der VRW, der MVB, der Zickenheiner GmbH, der BVB Verkehrsgesellschaft GmbH und Stadtbus Zweibrücken GmbH. Zu Solidaritätsstreiks werden die Verkehrsgesellschaften Zweibrücken und Bad Kreuznach aufgerufen.

Wie der Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV) via Facebook bekannt gab, können in dem Tarifgebiet verschiedene Buslinien in Mainz sowie Fahrten nach Wiesbaden und in den Landkreis Groß-Gerau betroffen sein. „Zu Ausfällen im Busverkehr kann es auch in den Übergangstarifgebieten zum RNN kommen.“

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Laut Mainzer Mobilität sind in Mainz vor allem die Linien 6, 33, 56, 58, 60, 63, 66, 78 und 91 betroffen. Hier könne es zu einzelnen Ausfällen kommen.

Auch der Wormser ÖPNV sowie der Wonnegau sind nach Angaben von DB Regio Mitte betroffen. Mit Beeinträchtigungen folgender Linien ist demnach zu rechnen: 401, 402, 403, 404, 405, 406, 407, 408, 409, 410, 430, 431, 432, 434, 435, 451, 644, 4905, 4906. Laut Verdi soll der Streik bis zum Ende der letzten Schicht an diesem Freitag andauern.

Auch Überlandverkehr betroffen

Es müsse davon ausgegangen werden, dass sich während der laufenden Arbeitsniederlegung, weitere Betriebe des privaten Omnibusgewerbes Rheinland-Pfalz, am Streik beteiligen werden, hieß es von Seiten Verdis. Weite Teile des Landes dürften von den Streikmaßnahmen betroffen sein, so Verdi weiter. „Ebenso betroffen ist der gesamte Überlandverkehr in den betroffenen Regionen und Gemeinden. Auch der Berufspendlerverkehr wird in vielen Teilen des Landes ab 9 Uhr nicht mehr stattfinden.“

„Die Arbeitgeberseite alleine hat die Streikmaßnahmen zu verantworten. Trotz der millionenschweren Bewilligungsbescheide des Landes, ist die Arbeitgeberseite nicht bereit den bereits geeinten Tarifvertrag zu unterzeichnen. Auch den Weg in die Schlichtung, der ebenfalls geeint wurde, wollen die Arbeitgeber noch nicht gehen. Dies sei zu verfrüht, heißt es von den Arbeitgebern. Dabei würden im Rahmen der Schlichtung die Interessen beider Tarifparteien berücksichtigt und ein Schlichtungsspruch für beide Parteien bindend sein. Die Schlichter Hausmann und Sparmann stehen bereit und wir auch“, betont Verhandlungsführer Marko Bärschneider.

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Von Denise Frommeyer