So startet Rheinland-Pfalz ins neue Schuljahr

aus Coronavirus-Pandemie

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Klassenzimmer, Schulmäppchen im Vordergrund. Foto: Lukas Görlach

Auch für Rheinland-Pfalz beginnt bereits zum dritten Mal ein neues Schuljahr in der Corona-Pandemie. Diese Regeln gelten aktuell für Lehrer und Schüler.

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MAINZ. Rund 535.000 Schülerinnen und Schüler werden am heutigen Montag in den rheinland-pfälzischen Schulen mit dem Unterricht starten. Das sind 15.100 mehr als im vergangenen Schuljahr. Zu den Schülern zählen auch 9500 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine sowie weitere 1700 Schüler anderer nichtdeutscher Staatsangehörigkeit. Auch für rund 40.000 neue Erstklässler geht es in dieser Woche an insgesamt 1626 Schulen in Rheinland-Pfalz mit dem Unterricht los.

Wer krank ist, bleibt zu Hause

Bereits zum dritten Mal startet ein neues Schuljahr in der Corona-Pandemie. Verglichen mit den vergangenen beiden Jahren, hat sich in diesem Sommer aber wieder weitgehend die Normalität eingestellt. Das Schuljahr beginnt ohne Einschränkungen: ohne Maskenpflicht und ohne Tests. Was allerdings bleibt, ist das Lüften der Klassenräume. Diese Maßnahme ist im 18. Hygieneplan des Landes Rheinland-Pfalz festgeschrieben, um die Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen zu vermindern. Und dieser Hygieneplan gilt auch weiterhin.

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Demnach dürfen Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind – positiv getestete Personen – sowie „Covid-19-Krankheitsverdächtige“ mit typischen Symptomen die Schule nicht betreten. Bei generellen Symptomen einer Atemwegserkrankung, wie zum Beispiel Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten gilt weiterhin, dass – unabhängig vom Impfstatus und auch bei negativem Covid-19 Antigen-Schnelltestergebnis – alle Betroffenen die Schule nicht besuchen sollen, solange nicht der Gesundheitszustand abgeklärt wurde. Das bedeutet: Wer krank ist, bleibt zu Hause.

Anpassung der Regelungen möglich

Sollte es das Infektionsgeschehen erfordern, können die Länder nach dem neuesten Entwurf des Bundesinfektionsschutzgesetzes an weiterführenden Schulen ab Oktober auch wieder eine Maskenpflicht einführen. Grundschulen sind davon aktuell noch ausgenommen. Bundesrat und Bundestag müssen über den Gesetzentwurf allerdings noch beraten und abstimmen.

Sowohl Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) als auch Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) wollen großflächige Schulschließungen in diesem Herbst und Winter unbedingt vermeiden. Beide Politiker teilten zudem mit, dass sie keine Anhänger anlassloser Massentests sind. Beim Thema Maskenpflicht sind sie offener. Gesundheitsminister Hoch hat sich jüngst gegenüber dieser Zeitung dafür ausgesprochen, auch über eine Maskenpflicht an Grundschulen nachzudenken.