Rheinland-pfälzisches LKA fasst Geldautomatensprenger

ARCHIV - 27.05.2019, Hessen, Kassel: Ein Polizist im Einsatz während einer Razzia.  Ermittler haben am Dienstag drei Wohnungen in Offenbach wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat durchsucht. Drei Männer im Alter von 24, 22 und 21 Jahren wurden festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Hessische Landeskriminalamt mitteilten. Foto: Swen Pförtner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Am Samstagmorgen hat das LKA zwei Männer festgenommen. Sie sollen Teil einer niederländischen Bande sein, die sich auf Sprengungen von Geldautomaten spezialisiert hat.

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MAINZ. Am frühen Samstagmorgen haben Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) Rheinland-Pfalz mit Unterstützung zusätzlicher Spezialeinheiten zwei mutmaßliche Geldautomatensprenger festnehmen können. Die beiden Männer hatten gegen 5.15 Uhr versucht, einen Geldautomaten in Neheim (Hochsauerlandkreis) zu sprengen. Nach kurzer Flucht wurden sie von den Beamten gestoppt und festgenommen. Bereits am Sonntag wurde für beide Untersuchungshaft angeordnet.

Wie die Staatsanwaltschaft Mainz und das LKA mitteilen, ermittelt das LKA seit Mitte Juni gegen eine niederländische Bande, die mehrere Sprengangriffe auf Geldautomaten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ausgeübt haben sollen.

Bei den beiden nunmehr Verhafteten handelt es sich um einen 30-jährigen Niederländer sowie um einen 26-jährigen Mann mit niederländisch-marokkanisch-spanischer Staatsangehörigkeit. In Nordrhein-Westfalen und in den Niederlanden konnten Einheiten umfangreiches Beweismaterial sicherstellen, darunter Spreng- und Kommunikationsmittel.

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Geldautomatensprengungen auf Rekordhoch

Der Zugriff wurde - so die gemeinsame Mitteilung von Staatsanwaltschaft und LKA - "durch die akribische Arbeit der Ermittler, den professionellen Einsatz der Spezialkräfte sowie der engen Zusammenarbeit mit den anderen Bundesländern und den Niederlanden ermöglicht".

Im Jahr 2020 hatte es allein in Rheinland-Pfalz bislang 27 Fälle von Geldautomatensprengungen gegeben. Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr 2018 waren es insgesamt 26 Fälle. Bei den Tätern handelt es sich meist um niederländische Staatsangehörige. Da es sich um ein europaweites Phänomen handelt, von dem nicht nur Rheinland-Pfalz, sondern auch die nationalen und internationalen Nachbarländer betroffen sind, haben das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz und die Staatsanwaltschaft Mainz seit September 2019 die zentrale Ermittlungsarbeit für das Land übernommen.

Von red