Lewentz signalisiert finanzielle Unterstützung für Vereine

aus Coronavirus-Pandemie

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Geldscheine.  Symbolfoto: dpa

Viele Sportvereine in Rheinland-Pfalz kommen wegen der Corona-Krise in finanzielle Nöte. Für diese Vereine und Verbände soll es nun ebenfalls ein finanzielles Hilfsprogramm geben.

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MAINZ. Das Land will ein eigenes Hilfsprogramm für Sportvereine und Verbände auflegen, die finanziell durch die Corona-Krise Schaden erlitten haben. Das teilte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Freitag den Präsidien der Sportbünde in Rheinland-Pfalz nach einer Abstimmung mit dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium in Mainz mit. Dieses Angebot soll das Bundesprogramm Corona-Sofort-Hilfe für kleinere Unternehmen ergänzen. Sportvereine mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb seien grundsätzlich in diese Förderung einbezogen, sagt Lewentz.

Durch die Corona-Krise entstünden auch dem Sport finanzielle Einnahmeverluste, weil Wettkämpfe und Vereinsangebote sowie sonstige Veranstaltungen nicht durchgeführt werden können. Das könne bei Vereinen mit nicht abwendbaren Zahlungsverpflichtungen zu Existenzbedrohungen oder sogar zur Insolvenz führen.

Digitales Meldesystem

Zunächst sollen in Not geratene Vereine über ein digitales Meldesystem identifiziert und der Hilfsbedarf ermittelt werden. Auf den Homepages des LSB und der Sportbünde ist die Umfrage zu finden oder auch direkt unter: https://schadensmeldungcorona.questionpro.eu.

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Für Vereine mit einem wirtschaftlichen Geschäftsbereich besteht schon jetzt in Rheinland-Pfalz vorrangig die Möglichkeit, Förderanträge bei der Investitions- und Strukturbank auf Förderung aus dem Bundesprogramm Corona-Sofort-Hilfe für kleine Unternehmen zu stellen. Die Abwicklung des Landesprogramms wird nach der Erhebung der konkreten Bedarfe zwischen Land und Sportbünden abgestimmt.

Von Thomas Ehlke