Es bleibt eng auf der Schiersteiner Brücke

Autofahrer auf der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden müssen sich weiter gedulden. Denn das Nadelöhr bei Mombach kann noch immer nicht aufgelöst werden –...

Anzeige

MAINZ/WIESBADEN. Autofahrer auf der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden müssen sich weiter gedulden. Denn das Nadelöhr bei Mombach kann noch immer nicht aufgelöst werden – obwohl dies für März angekündigt war. Im Augenblick können die Landesstraßenämter beider Rheinseiten noch nicht genau sagen, wann es für die Autofahrer Verbesserungen geben wird.

Seit mehr als 15 Monaten können Autofahrer, die auf der A643 nach Wiesbaden wollen, nur auf einer Fahrspur die Stelle bei Mainz-Mombach passieren. Im Reißverschluss fädeln sich zudem die Fahrzeuge, die bei Mombach auffahren, ein. Die einspurige Lösung war nach dem Brückencrash vor zwei Jahren ein Kompromiss, damit auch Lkw ab 3,5 Tonnen wieder die Schiersteiner Brücke nutzen konnten. Für Autofahrer bleibt die Stelle zu Stoßzeiten jedoch eine Zumutung.

Ab diesem März sollte mit einer Übergangskonstruktion Abhilfe geschaffen werden. Seitlich des Nadelöhrs ist eine große Platte entstanden, die bereits jetzt einen Teil des Verkehrs aufnehmen könnte. Das hätte bedeutet, dass wieder auf zwei Spuren in jeder Fahrtrichtung erweitert worden wäre. Für Autofahrer aus Richtung Wiesbaden, die im Industriegebiet Mombach arbeiten, hätte dies einen weiteren Vorteil gehabt, denn die Abfahrt Mom bach wäre wieder frei gewesen. Im Grunde hätte man für einige Monate von den Fahrspuren her wieder die gleiche Situation wie früher gehabt.

Doch für diese Übergangslösung muss ein Teil betoniert werden, weil Höhenunterschiede ausgeglichen werden müssen. Das wirkt sich wiederum auf die eigentliche Schiersteiner Brücke, über die derzeit noch gefahren wird, aus. Wie ein Sprecher von Hessen mobil sagte, werde derzeit die bestehende Rheinbrücke auf Statik und Konstruktion geprüft. Die Untersuchungen laufen schon seit Monaten. Eine Sprecherin des Landesbetriebs Mobilität in Rheinland-Pfalz sagte: „Von ihnen hängt ab, ob die Zwischenverkehrslösung realisiert werden kann.“ Also doch keine Auflösung des Nadelöhrs?

Anzeige

Im Spätsommer, so der aktuelle Zeitplan, soll der erste Teil des Neubaus der Schiersteiner Brücke, die unterstromige Brücke, stehen. Dann – spätestens dann – wäre das Nadelöhr passe. Hoffentlich.

Von Markus Lachmann