Digitale Impfausweise gibt es künftig auch in Arztpraxen

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Ein Impfpass und ein Smartphone, auf dem die App CovPass läuft, liegen auf einem Impfzertifikat. Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier.  Foto: dpa

Auch Arztpraxen können nun eine digitale Lösung des Robert Koch-Instituts nutzen, um ihren Patienten digitale Impfzertifikate auszustellen. Wie genau das System funktioniert.

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MAINZ. In Rheinland-Pfalz werden digitale Corona-Impfnachweise künftig auch in vielen Arztpraxen ausgestellt. Bislang haben zahlreiche Apotheken dafür Extravergütungen erhalten, während niedergelassenen Ärzten die technischen Lösungen für die Ausstellung zunächst fehlten.

"Das hat uns sehr geärgert, dass das in Arztpraxen noch nicht möglich gewesen ist", sagte die Vorsitzende des Hausärzteverbands im Bundesland, Barbara Römer, der Deutschen Presse-Agentur. "Es geht nicht um Geschäftemacherei, sondern um den Abschluss des aufwendigen Impfens in Praxen auch mit einem digitalen Nachweis im Handy der Geimpften." Nun können auch Arztpraxen eine digitale Lösung des Robert Koch-Instituts für Impfzertifikate nutzen. Römer sagte: "Ich bin überzeugt, dass viele Kollegen mitmachen werden."

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Kostenloses Zertifikat für Hand werden wohl nicht alle anbieten

Nach ihren Worten werden wohl nicht gleich alle niedergelassenen Ärzte in Rheinland-Pfalz die für Bürger kostenlosen Zertifikate fürs Handy anbieten. Die Nutzung der digitalen Plattform des Robert Koch-Instituts sei etwas aufwendig mit der Eingabe von Name, Geburtsdatum, Impfstoff und Impfdatum der Bürger. Anfang Juli werden laut der Verbandsvorsitzenden jedoch kommerzielle Angebote zur Aktualisierung von Praxis-Software erwartet, mit deren Hilfe Arztpraxen nach einer Impfung nur noch einen Extraklick am Computer für den Impfnachweis benötigten.

Von dpa