Höhere Beiträge: Soll man die Krankenversicherung wechseln?

Viele Krankenkassen haben in diese Jahr die Zusatzbeiträge erhöht.

Viele Krankenkassen haben ihre Zusatzbeiträge 2023 erhöht, somit haben Klienten ein Sonderkündigungsrecht. Ob sich ein Wechsel lohnt, beantworten Experten in einer Telefonaktion.

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Bürgerfrage: Wann und wie kann ich bei einer gesetzlichen Kasse kündigen?

Expertenantwort: Die Krankenkasse kann man grundsätzlich kündigen, wenn man mindestens zwölf Monate Mitglied gewesen ist. Die Frist für die Kündigung beträgt zwei Monate. Man kündigt immer zum Ende des übernächsten Monats. Wenn man beispielsweise im Januar die Krankenkasse wechseln möchten, wäre das erstmögliche Datum für die Kündigung der 31. März. Somit wechselt man zur neuen Kasse zum 1. April. Hat die Krankenkasse den Zusatzbeitrag (wie in diesem Jahr) erhöht, gibt es ein Sonderkündigungsrecht bis zum Ende des Monats, in dem der neue Zusatzbeitrag gilt. Dann muss man keine zwölf Monate Mitglied gewesen sein.

Ich möchte meine gesetzliche Kasse wechseln. Wo finde ich Zusatzbeiträge und Wahlleistungen?

Unter www.gkv-spitzenverband.de sind alle Kassen mit ihren Beiträgen aufgelistet. Zusatzleistungen finden Sie auf den Seiten der einzelnen Kassen. Einen kostenpflichtigen Vergleich bietet die Stiftung Warentest unter www.test.de/krankenkassenvergleich. Entscheidend sollte nicht der Beitrag sein, sondern dass die Leistungen zu Ihnen passen.

Ich bin angestellt und privat versichert. Jetzt will ich meine Arbeitszeit reduzieren. Werde ich dann gesetzlich versichert?

Voraussetzung ist, dass Sie wieder versicherungspflichtig werden. Ihr Gehalt müsste unter die Versicherungspflichtgrenze fallen. 2023 sind das 66.600 Euro oder 5.550 Euro monatlich. Sie müssen außerdem unter 55 Jahre alt sein.

Meine gesetzlich versicherte Lebensgefährtin geht nun in Rente. Sie bekommt von ihrem verstorbenen Ehemann eine Witwenrente. Muss sie darauf Beiträge zahlen?

Unter der Voraussetzung, dass die Lebensgefährtin mit ihren Einkünften unter der Beitragsbemessungsgrenze von 59.850 Euro in diesem Jahr liegt, muss auch die Witwenpension als beitragspflichtige Einnahme verbeitragt werden.

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Ich bin freiwillig versicherter Rentner und zahle um die 200 Euro Beitrag. Meine Rente beträgt aber nur etwa 600 Euro. Ist das korrekt?

Ja. Es handelt sich hierbei um den Mindestbeitrag bei freiwillig Versicherten. Er wird aufgrund eines fiktiven Mindesteinkommens berechnet und ist unabhängig von der tatsächlichen Rente. 2023 liegt dieses Mindesteinkommen bei 1.131,67 Euro monatlich.

Ich bin Rentner und möchte von der freiwilligen in die Pflichtversicherung wechseln. Geht das?

Eigentlich hat die Kasse Ihren Versichertenstatus vor Renteneintritt geprüft. Aber Sie können nachfragen, ob Ihre Kinder für die Vorversicherungszeit berücksichtigt wurden. Für jedes Kind, Pflegekind oder Adoptivkind werden (laut Paragraf 5 Absatz 2 des SGB V) drei Jahre Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse gutgeschrieben.

Ich bin Mitte 70 und zahle inzwischen über 700 Euro für meine private Krankenversicherung. Bei einer Rente von 2.200 Euro im Monat wird das zu einer immer größeren Belastung. Wie kann ich sparen?

Jeder Versicherte hat das Recht, innerhalb des eigenen Versicherungsunternehmens unter Anrechnung der Alterungsrückstellungen in einen anderen Tarif zu wechseln. So kann beispielsweise durch einen Leistungsverzicht oder eine Erhöhung des Selbstbehalts der Beitrag gesenkt werden. Möglich ist auch ein Wechsel in einen der Sozialtarife der Privaten Krankenversicherung mit Leistungen, die in etwa vergleichbar mit denen in der gesetzlichen Krankenversicherung sind. Ihr Höchstbeitrag ist begrenzt auf den dortigen Höchstbeitrag plus durchschnittlichen Zusatzbeitrag. Liegt eine Hilfebedürftigkeit im Sinne des Sozialrechts vor oder würde diese durch die Zahlung des vollen Privatversicherungsbeitrages eintreten, vermindert sich der Beitrag im Falle des Basistarifs um die Hälfte des Höchstbeitrags für den Basistarif. Achten Sie aber darauf, dass beim neuen Tarif keine Leistungen fehlen, auf die Sie Wert legen und deren Kosten Sie nicht selbst tragen wollen.

In den letzten Jahren lagen die Beitragserhöhungen meiner Privatversicherung bei etwa 40 Euro im Monat. Zum Jahreswechsel wurden etwa 90 Euro mehr abgebucht, ohne mich zuvor darüber zu informieren. Sind Versicherungsunternehmen zu einer Information verpflichtet?

Nach Paragraf 203 Abs. 5 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) müssen Versicherungsunternehmen den Versicherungsnehmer vorab über eine Beitragsanpassung informieren. Jede Beitragsanpassung wird zuvor von einem unabhängigen Treuhänder geprüft und nur dann durchgeführt, wenn er seine Zustimmung erteilt hat. Der neue Beitrag ist ab Beginn des zweiten Monats nach der Information zur Beitragsanpassung zu zahlen.

Worauf muss ich bei einem Wechsel in einen günstigeren Tarif bei meinem Privatversicherer achten?

Achten Sie darauf, dass beim neuen Tarif keine Leistungen fehlen, auf die Sie Wert legen und deren Kosten Sie auch künftig nicht selbst tragen wollen. Enthält der neue Tarif zusätzliche Leistungen, sind dafür Gesundheitsfragen zu beantworten. Hat sich Ihr Gesundheitszustand seit Versicherungsbeginn verschlechtert, kann für diese Leistungen ein Risikozuschlag notwendig werden. Das können Sie vermeiden, wenn Sie solche Mehrleistungen abwählen. Lassen Sie sich mehrere Angebote durchrechnen. Vielleicht lässt sich der Selbstbehalt erhöhen oder Sie verzichten auf Extras wie die Chefarztbehandlung. Bedenken Sie, dass Leistungen, auf die Sie einmal verzichtet haben, später möglicherweise nicht mehr oder nur gegen erhöhten Beitrag wieder mitversichert werden können.

Ich gehe nächstes Jahr in Rente und möchte möglichst gut abgesichert sein. Ich zahle auch schon diverse Leistungen selbst. Was ist die beste Kasse mit den besten Leistungen?

Letztlich muss man selbst entscheiden, was einem wichtig ist und wo man die Priorität setzt. Will ich einen Zuschuss für professionelle Zahnreinigung, die günstigste Krankenkasse, eine persönliche Beratung vor Ort, kostenfreie Gesundheitskurse oder anderes. Dann kann ich in den Vergleich gehen und vielleicht erst einmal bei meiner bisherigen Krankenkasse nachfragen. Oftmals bietet die eigene Krankenkasse Dinge an, die einem gar nicht bewusst sind. Pauschal lässt sich diese Frage also nicht beantworten.