Beuth: Fußballvereine müssen sich von Gewalt distanzieren

Mehr Geld für Feuerwehren hat Innenminister Peter Beuth versprochen. Archivfoto: dpa

Hessens Innenminister Peter Beuth fordert von Fußballvereinen, sich klar von gewaltbereiten Fans und Pyrotechnik zu distanzieren.

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WIESBADEN. Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) fordert von Fußballvereinen eine klare Distanzierung von gewaltbereiten Fans und dem Einsatz von Pyrotechnik. „In den Stadien gibt es Fans, die den Rechtsstaat nicht in allen Bereichen akzeptieren, die partout nicht wollen, dass die Polizei in ihrem Block für Recht und Ordnung sorgt. Das ist der eigentliche Kern des Problems“, sagte Beuth in einem Interview mit den Zeitungen der VRM (Wiesbadener Kurier, Darmstädter Echo, Allgemeine Zeitung Mainz).

Hintergrund ist der Streit um den massiven Polizeieinsatz unmittelbar vor dem Europa-League-Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Schachtjor Donezk. Nach Äußerungen von Eintracht-Präsident Peter Fischer im Vorfeld, das Stadion müsse brennen, hatte die Polizei die Fankurve nach Pyrotechnik durchsucht. Der Verein übte heftige Kritik an dem Einsatz, Anhänger reagierten mit Plakaten und Schmähungen gegen den Minister. Am Donnerstagabend spielt die Eintracht im Europa-League-Achtelfinale gegen Inter Mailand.

„Es geht dabei nicht um Eintracht Frankfurt und Peter Beuth“, sagte der Politiker zur Kritik an seiner Person. Die Sportminister-Konferenz habe schon 2017 einen einstimmigen Beschluss zu Gewalt und Pyrotechnik gefasst: „Wir haben damals deutlich gemacht, dass wir Erwartungen an die Vereine haben, an alle, nicht nur an Eintracht Frankfurt. Wir erwarten, dass sich die Vereinsführungen klar distanzieren von denen, die gewaltbereit sind und Pyrotechnik einsetzen.“