Zwischen Merkel und Milz....

Angela Merkel trifft Schauspieler Richard Gere. Foto: Sandra Steins/Bundesregierung/dpa

Bauernregeln haben immer Konjunktur. Und Spitznamen. Böse Zungen nennen Merkel jetzt Pretty Mutti, nachdem sie Richard Gere („Pretty Woman“) 45 Minuten lang empfangen hat....

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. Neues von Blondie. Der wunderbare SWR meldet, der Verbandsbürgermeister von Ramstein-Miesenbach, Ralf Hechler (CDU), habe Trump zu einem Besuch eingeladen. Ramstein, wichtiger US-Flugplatz. US-Republikaner sind sicher, Trump könnte Hechler dazu raten, eine Mauer zum Saarland hin zu errichten. Motto: „We make die Palz great again.“

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Lange nichts gehört aus dem Bundesumweltministerium, geführt von... wie meinen? Nein, nicht Jürgen Trittin! Leute! Also, die Bundesumweltministerin heißt Barbara Hendricks (SPD). Entgegen missgünstiger Behauptungen und obwohl sie manchmal ein bisschen so guckt, ist sie auch nicht – wir Älteren erinnern uns an „All Along the Watchtower“ und „Hey Joe“ – die Tante von Jimi Hendricks....kleiner Scherz. Aber offenbar wollte es Barbara Hendricks jetzt mal so richtig krachen lassen. In einer humorig gemeinten PR-Aktion veröffentlichte sie eine Bauernregel-Kampagne. Darin sind Brüller-Gags wie „Steht das Schwein auf einem Bein//ist der Schweinestall zu klein.“ Die Bauern fühlten sich aber vera...t, es hagelte Proteststürme, obwohl Bauern gegen Hagel sonst allergisch sind, und es gab, kein Scherz, eine Bauerndemo am Niederrhein, getreu dem alten Sponti-Motto: Nieder mit dem Rhein//freie Sicht auf unsere kleinen Goudas in den Niederlanden.

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Das ist natürlich so eine Sache mit Bauernregeln, da ist Feinfühligkeit angesagt. Und tatsächlich war die Umweltministerin noch zurückhaltend, denn die Hardcore-Version von „Steht das Schwein auf einem Bein“ hätte gelautet: „...//dann müssen die drei and‘ren schon im Wirtshausofen sein.“ Die beste Bauernregel, die wir so kennen, stand mal im „stern“, als der noch keine Hitlertagebücher erfand: „Der Bauer ist stets missgestimmt//Wenn Jauche auf der Frischmilch schwimmt.“

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Man kann Bauernregeln auf alle Lebensbereiche ausdehnen. Wenn wir lesen, dass das französische Atomkraftwerk Flamanville mit einem kleinen Unfall seine Umgebung mal wieder zu einem strahlenden Lächeln animiert, fällt uns spontan ein: „In Tschernobyl, da wachsen Pilze//keiner will‘se.“ Gemeint sind die berühmten Atompilze.

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Oder nehmen wir die Wahnsinnsnummer mit dem neuen SPD-Superstar Schulz, Mega-Martin wie wir ihn nennen. Der Mann mit der Angst vorm „sch“. Gibts auch viel in der Pfalz. Helmut Kohl: „der Mantel der Gechichte“.

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„Wahl‘n die Sozis Schulz als Spitze//kommt die Merkel schwer ins schwitze‘.“

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Jetzt haben sich CDU und...na, wie heißen diese anderen....ach ja: CSU auf eine gemeinsame Kanzlerkandidatur geeinigt, von Schulz, Quatsch, von Merkel. Muss eine Superstimmung gewesen sein, die Süddeutsche Zeitung druckte ein Bild von Merkel und Seehofer, das gut als Filmplakat für „Die Nacht der reitenden Leichen“ hätte dienen können, und zitiert Seehofer: „Wir ziehen gemeinsam in diesen Wahlkampf“, was in Wahrheit irgendwie so klingt wie: „Schafft mir die Alte endlich vom Acker.“ Ferner lesen wir: „Die Kanzlerin trank wie immer Wein.“ Was uns stark an den Schlager von Drafi Deutscher „Marmor, Stein und Eisen bricht“ erinnert, der anfängt „Wein doch nicht, wenn der Regen fällt..“ Wie meinen? Das heißt: „Weine nicht...“? Na ja, künstlerische Freiheit, dem Gag zuliebe. Außerdem, so schreibt die Süddeutsche, habe es Bier und Schnaps gegeben. Aus dieser Gesamtkonstellation ergeben sich wunderbare Bauernregeln. Zwischen Merkel und Milz//passt immer noch ‘n Pils. Seehofer auf Wein//das lass sein. Die Merkel und der Suff//die reib‘n den Seehofer uff. D a s sind coole Bauernregeln, so was bringt Barbara „Jimi“ Hendricks nicht zustande!