Wirkliche Konstanz nur in der Verteidigung

Mainzer Dauerbrenner in dieser Bundesliga-Saison: Abwehrchef Stefan Bell (re.).

Die uneingeschränkten Mainzer Stammspieler arbeiten in dieser Bundesliga-Saison in der Abwehr: Loris Karius, Stefan Bell und Daniel Brosinski standen bisher immer in der Startelf.

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. Von Carsten Dietel

Da waren’s nur noch drei. Nachdem Julian Baumgartlinger krankheitsbedingt beim Gastspiel der 05er in Wolfsburg passen musste, sind es nur noch drei Spieler, die in jedem Bundesligaspiel in der Startformation standen. Doch nur bei einem dieser Drei hätte man vor der Saison schon damit gerechnet, dass er eine der großen Konstanten sein würde: Torwart Loris Karius. Die anderen beiden sind Spieler, denen einen solchen Erfolg wohl kaum einer zugetraut hätte.

Allen voran Stefan Bell. Der Innenverteidiger war in der Bundesliga in dieser Saison jede Minute auf dem Platz, zählte im Team immer zu den Leistungsträgern und strahlte eine Menge Ruhe aus. Sicher hat er auch davon profitiert, dass Nikolce Noveski sich früh in der Saison verletzte, den Anschluss verlor und sich erst allmählich wieder an das Team herankämpfen muss. Und auch der aus Leverkusen ausgeliehene Philipp Wollscheid hatte eine nicht unproblematische Eingewöhnungszeit in Mainz mit Verletzung und längerer Ausfallzeit. Doch das ändert nichts daran, dass Bell in der Mainzer Abwehr zu einer festen Größe geworden ist und Trainer Kasper Hjulmand den 23-Jährigen als gesetzt in der Abwehr ansieht.

810 Minuten plus Nachspielzeit

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Der zweite Feldspieler, den der Däne Hjulmand immer in die Startformation berufen hat, ist Rechtsverteidiger Daniel Brosinski. Und das ist wohl die größte Überraschung. Denn der gebürtige Karlsruher hatte seine letzten Bundesligapartien - damals noch im Dress des 1. FC Köln - vor mehr als fünf Jahren absolviert und danach eine Odyssee durch Zweite und Dritte Liga durchgemacht. Dass er so schnell in die großen Fußstapfen eines Zdenek Pospech würde treten können, das hatte so keiner vorausgeahnt. Hätte er nicht zweimal wegen einer taktischen Veränderung seinen Posten räumen müssen, er hätte wohl wie Bell auch die gesamten 810 Minuten plus Nachspielzeit auf dem Platz gestanden.

Sollten sie sich nicht verletzen, werden die drei verbliebenen "Beginner" wohl auch gegen Werder Bremen am Samstag mit den Einlauf-Kids auf den Platz kommen. Wie einer, der nur in Mönchengladbach nicht von Beginn an dabei war: Johannes Geis. Doch auch er zählt mit zu dem Defensiv-Verbund, zu dem Hjulmand dieser Tage das größte Vertrauen hat.