Wir vernaschen den Gegner: Südkorea

Leckeres aus Asien - wer mag bei Bibimbap und Goguma Mattang nicht gern zugreifen. Foto: Scheu

Auf den letzten Drücker waren die Zimtschnecken die richtige Stärkung für Toni Kroos und Co. Für den sicheren Achtelfinaleinzug braucht die Löw-Elf jetzt zwei Tore mehr als...

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. Von Amelie Scheu

Feuert den Grill an, stellt die Getränke kalt, schleppt den Fernseher in den Garten und ladet Freunde und Familie ein - es ist WM! Wobei, sollten wir als amtierende Weltmeister für so ein großartiges Ereignis nicht etwas Besonderes zubereiten? Wir finden, ja! Für die erfolgreiche Titelverteidigung in Russland braucht es ganz besondere Maßnahmen.

Zu Dosenbier, Bratwürstchen und Kartoffelsalat kommen diesmal auch mexikanische Trendgetränke, koreanisches Allerlei oder Leckeres aus schwedischen Öfen auf den Tisch. Wir zeigen Euch, wie mit einfachen Zutaten und ohne viel Aufwand schon in kurzer Zeit kulinarische Köstlichkeiten entstehen, die jedes schwarz-rot-goldene Spiel zu einem Highlight des Weltturniers machen. Wir leisten unseren Beitrag für den nächsten goldenen Pokal indem wir unsere Jungs genüsslich unterstützen. Lasst uns unsere Gegner gemeinsam vernaschen - von der Vorrunde bis zum erfolgreichen Finalsieg!

Die Zimtschnecken haben uns die nötige Kraft gegeben, bei der dramatischen Partie gegen Schweden bis zum Schluss hoffnungsvoll am Ball zu bleiben! Ganz kroos! Nun noch ein bisschen mehr Wirbel und energische Süße gegen Südkorea: Weiter geht’s!

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Bibimbap & Goguma Mattang - Allerlei Koreanisches

Ein buntes Allerlei aus gebratenem Gemüse, Reis und wahlweise Fleisch oder Tofu, aufgepeppt mit Chili nach Belieben und dann KNACK: noch ein frisches Ei on top und Gericht wie Gegner werden gleichermaßen aufgemischt! Das Prinzip ist denkbar einfach, und auch die vorangehende Schnippelei wird erträglich, wenn man sie am Tag vorher erledigt und zum Spiel alles nur mal eben in die Pfanne haut. Wem es zur Nachmittagszeit jedoch eher nach einem süßen Snack gelüstet oder wer arbeitenderweise auch die Kollegen mitvernaschen lassen möchte, hält sich hingegen einfach an Goguma Mattang: herrlich knusprige, karamellisierte Süßkartoffelecken. Mhhhh - Korea schmeckt uns ausgesprochen gut: Jal mokgesseumnida!

Bibimbap (für 4 Personen): 150 g Rundkornreis (alternativ Basmati- oder Jasminreis) 300-400 g mageres Rindfleisch oder Tofu 4 Karotten 2 rote und 2 gelbe Paprika 4 kleine Zucchini 150 g Blattspinat 200 g Shitake- oder Austernpilze (alternativ Champignons) 4 Zwiebeln 4 Knoblauchzehen 4 EL Sesam 4 sehr frische Eier Helles, ungeröstetes Sesamöl (alternativ neutrales Kern- oder Pflanzenöl) Neutrales Kern- oder Pflanzenöl Etwas Salz, Pfeffer, Sojasoße und Honig Nach Belieben Chiliflocken, frische Chilischoten oder scharfe Chilipaste/ -soße (z.B. Gochujang)

Vorbereitungen: 1. Karotten, Paprika, Zucchini, Pilze und Zwiebeln in feine Streifen schneiden.

2. Sesam in einer Pfanne ohne Öl kurz rösten.

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3. Fleisch oder Tofu in Streifen schneiden. Eine Marinade aus Sojasoße, Honig, Sesamöl und einer gepressten Knoblauchzehe herstellen, mit den Streifen vermengen und mindestens 15 min ziehen lassen.

Zubereitung: 4. Öl in einer Pfanne erhitzen und drei geschälte Knoblauchzehen hinzugeben. Gemüse-/Pilzstreifen und Spinat nacheinander kurz anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und im Ofen warmhalten (80 °C Ober- und Unterhitze). Die Knoblauchzehen dabei in der Pfanne belassen, nach Bedarf etwas Öl nachgießen.

5. Den Reis garen und ebenfalls warmhalten.

6. Das marinierte Fleisch oder den Tofu kurz braten bis der Honig karamellisiert (etwa 3 min).

Anrichten: 7. Den Reis auf vier Servierschalen oder sehr tiefe Teller verteilen. Das Fleisch/den Tofu und das Gemüse sternförmig darum anlegen. Gerösteten Sesam drüberstreuen. Nach Geschmack etwas kleingeschnittene Chilischoten, Chiliflocken oder Chilipaste/-soße in die Mitte geben. Ein frisches Ei aufschlagen, ebenfalls mittig auf die anderen noch sehr heißen Zutaten setzen und direkt vor dem Verzehr vermischen.

Tipp: Die Zutaten sind beliebig austauschbar! Ob Brokkoli, Zuckerschoten, Bohnensprossen, Mangold, Salatgurke - mischt doch einfach, was ihr wollt! Mögt ihr weder Fleisch noch Tofu? Nehmt Fisch, Garnelen oder einfach mehr Gemüse. Das Gericht kann übrigens auch prima als Resteessen zweckentfremdet werden - einfach die übriggebliebene Gemüsebeilage vom Vortag verwenden, ergänzen mit dem, was die Tiefkühltruhe noch so hergibt, ein wenig Sesam, Chili und Sojasoße dazu: Mit einem Ei garniert kann wirklich fast alles bibimbappig werden.

Goguma Mattang 500 g koreanische Süßkartoffeln (alternativ die in deutschen Supermärkten gängigen Sorten) 6 TL Zucker 4 TL Honig 1 EL neutrales Kern- oder Pflanzenöl Sesam Neutrales Kern- oder Pflanzenöl zum Frittieren

1. Die Süßkartoffeln schälen, in schmale Stücke schneiden (etwa 2 cm lang), auf ein Küchentuch legen und damit abtupfen.

2. Öl etwa fingerhoch in eine hochwandige, beschichtete Pfanne geben und erhitzen. Testweise eine Kartoffelstück hineinhalten: Steigen Blasen auf, ist das Öl heiß genug!

3. Die Kartoffelspalten unter gelegentlichem Wenden im Öl frittieren bis sie gleichmäßig hellbraun sind, in einem Sieb abtropfen lassen und/oder auf Küchenpapier auslegen, um das überschüssige Öl aufzunehmen.

4. 1 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Zucker und Honig hinzugeben und den Zucker unter Schwenken der Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen.

5. Die Süßkartoffeln hinzugeben, mit dem entstandenen Sirup mischen, einzeln auf Backpapier auslegen, mit Sesam bestreuen und erkalten bzw. erstarren lassen.

Tipp: Erkaltet lassen sich die Spalten prima in eine Dose packen und bis zum Verzehr einige Stunden bei Raumtemperatur aufbewahren. Am besten ein paar Zahnstocher dazu reichen, sonst könnte es eine klebrige Angelegenheit werden.

Bisherige Rezepte: Mexiko, Schweden