Prognose: 2025 gibt es mehr ältere Nutzer

Die Fernsehnutzung ist in Deutschland rückläufig. Das ist ein Ergebnis der LangzeitStudie „Massenkommunikation“, welche die ARD-ZDF-Medienkommission durchführen lässt....

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MAINZ/LUDWIGSHAFEN. Die Fernsehnutzung ist in Deutschland rückläufig. Das ist ein Ergebnis der LangzeitStudie „Massenkommunikation“, welche die ARD-ZDF-Medienkommission durchführen lässt. Sahen die Deutschen im Jahr 2005 noch durchschnittlich 220 Minuten am Tag TV, waren es 2015 nur noch 208 Minuten.

Und mit der allgemeinen Struktur des Altersdurchschnitts ändert sich auch der Altersdurchschnitt der Mediennutzer. So waren 1990 in Deutschland noch 33 Prozent der Nutzer von Medien zwischen 14 und 29 Jahre alt – und nur 14 Prozent älter als 70 Jahre. Im Jahr 2025 werden es laut der Prognose nur noch 21 Prozent im Alter von 14 bis 29 Jahren sein und 23 Prozent älter als 70 Jahre. Derzeit führen die Jungen noch mit 24 zu 21 Prozent.

Radio profitiert nicht von Alterungseffekt

Von dem demografischen Faktor nicht profitieren wird laut „Massenkommunikation“ das Radio. Im hohen Alter sinke der Radiokonsum tendenziell. Junge Leute ließen sich aber auch durch das Radio erreichen, ist Kristian Kropp optimistisch. Er ist Geschäftsführer der Jugendwelle BigFM.

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„Sympathie entsteht immer durch die Synchronität in der Sprache. Da hat sich nichts geändert“, sagt Kropp. Junge Menschen wollten „heute wie früher“ eine authentische und erwachsene Ansprache: „Und Sie wollen geführt werden durch kompetente Leute im Radio.“ Die Quatschmacher der 90er Jahre seien out, Witz mit Grips in.

Und für neue Musik bleibt laut Kropp Radio das Leitmedium: Die Musikindustrie schwört auf junge Radioformate wie bigFM. Der Internetdienst Spotify sei „ein kluger Roboter aber kein Hitmaker“.