Plastikfrei leben: Sechs Botschaften zum Dranbleiben

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Nadine Schubert gibt gerne Tipps zur Plastikvermeidung. Foto: Nadine Schubert / dpa

Ihr Plan 2020 ist es, mit weniger Plastik auszukommen. Doch Sie haben einen Durchhänger? Dann sollten Sie die 6 persönlichen Tipps von Autorin Nadine Schubert lesen.

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REGION. Ein paar Wochen ist das neue Jahr nun alt. Wie läuft es mit dem Vorsatz „Plastikfrei leben“? Wer mit sich hadert, für den hat Nadine Schubert («Besser leben ohne Plastik») sechs persönliche Botschaften.

1. „Keiner kann in zwei Wochen plastikfrei leben“ Oder anders gesagt: „Man sollte sich nicht unter Druck setzen. Das bringt nichts.“ Die Autorin versucht, ihren Lesern und Zuhörern bei Vorträgen, viele kleine Tipps zu liefern, die sofort umsetzbar sind. Ein Beispiel: Trinken Sie Leitungswasser.

2. „Jeder sollte das tun, wozu er sich in der Lage sieht“ Nadine Schubert hatte sich vor sieben Jahren entschlossen, Plastik zu vermeiden. Dabei ist sie Schritt für Schritt vorgegangen. Als erstes habe sie keine Tetrapaks mehr gekauft, sagt sie. Stattdessen kamen nur noch Pfandgläser in den Einkaufskorb - vor allem bei Milch und Säften. Dadurch begann der Plastikmüll im Haus Schubert zu schrumpfen. Heute schätzt sie diesen auf höchstens zwei gelbe Säcke im Jahr.

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3. „Es hilft der Anblick des Kühlschranks“ Schauen Sie, was Sie schon geschafft haben. Es hilft der Anblick des Kühlschranks mit weniger Plastik, wie Nadine Schubert sagt. Das sei oft Motivation genug. „Wenn man dann noch seinen Plastikmüll sieht, der von einem großen zu einem kleinen Berg geschrumpft ist, will man weitermachen.“

4. „Fröhlich sein“ Nadine Schubert sagt von sich selbst: „Ich bin sehr fröhlich.“ Denn ein Leben ohne Plastik ist für sie keine ständige Suche nach Lösungen. Im Gegenteil: Man befreie sich vom Konsumwahnsinn. Das spare Zeit, Geld und Nerven. „Und es fühlt sich einfach nur gut an.“

5. „Reden hilft unheimlich“ Ich finde, dass reden unheimlich hilft. Mit der Familie, mit dem Händler vor Ort und natürlich darf man auch im Supermarkt mal kritisch äußern, dass es zu viele Produkte gibt, die unnötig verpackt sind. Händler brauchen Feedback, um Dinge verbessern zu können.

6. „Lust auf Veränderung“ Man muss es natürlich wollen. Das ist Voraussetzung. Wer keine Lust hat, etwas zu verändern, dem fällt es schwerer, auf Plastik zu verzichten. „Deshalb nenne ich es nicht Verzicht, sondern Verweigerung. Ich kaufe, was ich brauche und nicht, was man mir abgepackt vor die Nase setzt“, sagt Nadine Schubert.

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Von dpa