Mars mit Bier, das rat’ ich Dir

Unkrautvernichter im Bier, Plastik in der Schokolade - Genuss geht anders. Foto: dpa

Die deutschen Nahrungs- und Genussmittel scheinen sich in ganz neue Richtungen zu entwickeln. Aber Vorsicht. Wir können zum Beispiel Pommes mit Schokoriegel nur empfehlen, wenn...

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. Da ist doch noch immer dieser Immobilienmilliardär Donald Trump, der Irre aus der Immobranche, wie wir ihn nennen. Jetzt lesen wir bei „Spiegel online“: „Trump hat ein Problem mit Frauen“. Aber welcher Mann hat das nicht? Zum Beispiel war es bislang so, dass wir durchaus beeindruckt waren von der Aura der Sahra Wagenknecht, intellektuell und auch sonst. Sie hatte sich nun, schließlich ist Wahlkampf, zu einem Redaktionsgespräch in dieser unserer Zeitung angesagt. Sie kam nicht. Botschaft: Sie ist krank. An selbigem Abend trat sie aber in Ludwigshafen auf. Wir hätten wirklich alles getan, um ihre Erkrankung zu lindern. Wir hätten Kamillentee herbeigeschleppt und Wadenwickel gegen Fieber. Aber so. Sehr geehrte Frau Wagenknecht, oder sollten wir besser sagen: Sahra, Kind, das war‘s dann mit uns!

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Laut Deutscher Presse-Agentur hat der Bundestag beschlossen, dass auf Zigarettenschachteln in Deutschland künftig großformatige Schockfotos sein müssen. Die Schockfotos zeigen aber nicht Donald Trump. Wir regen an, dass künftig auch großformatige Schockfotos an der Fassade des Fifa-Hauptquartiers in Zürich angebracht werden, vielleicht mit einer Szene aus „Der Pate“: Luca Brasi, der jetzt bei den Fischen schläft.

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Derweil hat das Münchner Umweltinstitut Unkrautvernichter in den 14 beliebtesten Biersorten gefunden. Der Satz „Da ist Hopfen und Malz verloren“ erscheint da in neuem Licht. Es ist aber nicht daran gedacht, künftig auf bayerischen Maßkrügen Schockfotos anzubringen, die..., ja mei, wen hätten die denn zeigen können....?

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Mars, Snickers, Milky Way Minis und Celebration wurden aus den Regalen entfernt. Mars erklärte, bei Rückgabe könnten die Verbrauchen „aussuchen, welche unserer Produkte sie wollen und sie bekommen noch was obendrauf“. Experten erwarten, dass sich Kunden nun ein Freiticket für den ersten bemannten Marsflug wünschen. Aber nur, wenn keine Schokoriegel an Bord sind und wenn sie Mister Spock und Lieutenant Uhura von der „Enterprise“ treffen. Wir lesen weiter: „Der Mars-Sprecher berichtete, die Kundenreaktionen seien gemischt.“ Klar, manche röchelten, manche lallten, weil sie sich aus Angst drei Liter Bier mit Pflanzenschutzmittel hinter die Binde gekippt hatten....Nein, kleiner Scherz.

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Was war passiert? Manche hatten einen Sabotageakt der lila Milka-Kuh vermutet. Aber, so lesen wir bei dpa: Im niederländischen Veghel gelangte beim Austausch einer Leitung ein Plastikdeckel in den Produktionsprozess. Alles klar. Niederlande. Mal wieder unsere kleinen Goudas. Soso, ein „Plastikdeckel“. Netter Name. Plastik, Synthetik, synthetisch! LEUTE, IHR HABT DOCH DA DIE GANZE ZEIT SCHON WAS REINGESCHÜTTET IN DEN MARS-BOTTICH! Und wir haben uns immer gewundert, warum die Schokoriegel-Esser so gut drauf waren. Frau Antje sagt: Bloß nicht ohne Plastik!

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Unser aller Kanzlerin hatte das ganze Elend mal wieder vorhergesehen. Noch Ende Januar war ein Ruf aus München erschallt: „Frittieren kann man auch zuhause“, warnte der Verbraucherservice Bayern, wie wir erneut der Deutschen Presse-Agentur entnehmen. Man solle Frittierfett aber nicht heißer werden lassen als 175 Grad. Hinter dieser Mitteilung steckte wahrscheinlich Seehofer, Magic Horst, wie wir ihn nennen. Seine geheime Botschaft an Merkel: Verbrenn‘ Dir bloß nicht die Finger! Und was macht sie am 21. Februar, nicht zuhause, sondern beim EU-Gipfel in Brüssel, irgendwie vorausahnend, dass es einige Tage später fast überhaupt keine Schokolade mehr in Deutschland geben würde? Marschiert Richtung Place Jourdan und holt sich Pommes mit Sauce Andalouse. Immerhin ein Zeichen, dass die Wirtschaftskrise in Spanien überwunden ist.

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Wir lesen bei Wikipedia: „In Großbritannien werden Pommes frites häufig auch zu italienischem Essen wie Spaghetti und Lasagne serviert.“ Das ist wohl der wahre Grund, warum viele in der EU die Briten rausschmeißen wollen. Zu den gängigsten Saucen zählen angeblich die „Joppiesauce“, wahrscheinlich 1680 von Johannes Heesters erfunden, die Tartarensauce, die am Place Jourdan laut böser Zungen aus dem Programm genommen wurde aus Angst davor, dass Putin vorbeikommt, und die Sauce Samourai, die aber nur an Japaner verkauft wird, die im Besitz eines scharfen Schwertes sind, um etwaig auftretenden Magenproblemen ein schnelles Ende zu bereiten.