Labernder Löwe

Löwe Leo macht einen quietschvergnügten Eindruck - wie auch die Kinder, die mit den tollen Figuren spielen. Foto: Verlag Abacus Spiele

Löwe Leo hält gerne mal ein Schwätzchen. Auf dem Weg zum Coiffeur ist das gefährlich – vertrödelt er unterwegs zu viel Zeit, ist seine Mähne nicht mehr zu retten. „Leo...

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. Anfangs sieht Löwe Leo noch recht apart aus. Über einen Dschungelparcours macht er sich auf den Weg vom Bett zum Friseur. Doch unterwegs halten ihn immer wieder andere Tiere auf – Zebras und Nashörner, Krokodile und Papageien – oder eine süße Löwin. Ein Plausch hier, ein Abstecher dort – und Leos Mähne wächst immer weiter.

„Leo muss zum Friseur“ ist ein kooperatives Spiel. Alle ziehen an einem Strang. Und zunächst wissen die Spieler nichts über Leos Route. Ähnlich wie beim „Memory“ sind die anderen Tiere unter den Dschungelplättchen versteckt. Deren Position und Farbigkeit muss man sich bei jedem Schritt merken. Jeder Spiel übernimmt derweil eine Spielfarbe. Und nur wer mit den passenden Schrittkarten seine Farbe trifft, hat Glück – alle anderen Plättchen bedeuten bis zu fünf Stunden Zeitverlust. Das ist eine ganze Menge – schließlich endet der „Spieltag“ bereits nach zwölf Stunden. Und die Spieler haben nur fünf Tage Zeit, um Leo an sein Ziel zu lotsen.

Fazit: Dem Italiener Leo Colovini ist ein ausgesprochen hübsches Kinderspiel gelungen, das auch für Erwachsene nicht langweilig wird. An den ersten „Spieltagen“ scheitern wohl alle. Leos Parcours erschließt sich erst im Lauf der Runden. Das erfordert eine rege Kommunikation: Wer merkt sich welche Farbe? Wie groß ist nochmal die Wahrscheinlichkeit eines roten Papageis? Für erfahrene Friseurgänger gibt es noch eine schwierigere Variante.

Spiel: Leo muss zum Friseur; Verlag Abacus Spiele Zahl der Spieler: 2 bis 5 Preis: knapp 20 Euro Alter: ab 6 Jahren Anleitung: gut Spielmaterial: sehr gelungen